Nach Medienzensur auf Facebook: Meta will Forderungen der russischen Behörden nicht nachkommen

© AP Photo / Tony AvelarMeta
Meta - SNA, 1920, 25.02.2022
Der Meta-Konzern hat sich am Freitag laut seinem Vizepräsidenten Nick Clegg geweigert, den Forderungen der russischen Behörden zur Entsperrung des Zugangs zu vier russischen Medien nachzukommen.
„Gestern haben die russischen Behörden uns befohlen, die unabhängige Faktenprüfung und Kennzeichnung von Inhalten einzustellen, die von vier staatlichen russischen Medienorganisationen auf Facebook gepostet wurden. Wir lehnten es ab. Aus diesem Grund haben sie angekündigt, die Nutzung unserer Dienste einzuschränken“, schrieb Clegg auf Twitter.
Das soziale Netzwerk Facebook hat am Donnerstag Beiträge von vier russischen Medien zensiert. Betroffen sind derzeit von der Zensur der TV-Sender „Zvezda“, die Nachrichtenagentur RIA Novosti sowie die Seiten von Lenta.ru und Gazeta.ru. Moskau hat darauf mit teilweiser Einschränkung des Zugangs zu der Plattform reagiert. Sollte das soziale Netzwerk die Verstöße beseitigen, werden die ergriffenen Maßnahmen aufgehoben, hieß es von der russischen Aufsichtsbehörde Roskomnadsor.
Die russische Seite argumentiert seine Schritte damit, dass Facebook die Verbreitung gesellschaftlich bedeutsamer Informationen aufgrund der Verhängung antirussischer Sanktionen ungerechtfertigt eingeschränkt und „das Recht der russischen Bürger, Informationen durch legale Wege frei zu suchen, zu bekommen, zu übermitteln, zu produzieren und zu verbreiten“ verletzt hat.
Meta habe seinerseits die Beschränkungen damit gerechtfertigt, dass die Medien der Russischen Föderation angeblich gegen die Regeln der Gemeinschaft verstoßen hätten.
Facebook (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.02.2022
Russische Aufsichtsbehörde blockiert teilweise Zugriff zu Facebook
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