Kadyrow hält Sanktionen gegen Moskau für „Bidens Fabeln“

© SNA / Pressedienst des Chefs der Tschetschenischen Republik / Zur BilddatenbankRamsan Kadyrow hält Rede vor Freiwilligen in Grosny am 25. Februar 2022.
Ramsan Kadyrow hält Rede vor Freiwilligen in Grosny am 25. Februar 2022. - SNA, 1920, 25.02.2022
Nach Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine hat der US-Präsident Joe Biden weitere „harte Sanktionen“ gegen Russland angekündigt. Der Chef der tschetschenischen Republik, Ramsan Kadyrow, hat sie am Freitag als „Bidens Fabeln“ bezeichnet.
Die neue US-Maßnahmen sollen das russische Finanzsystem hart und über Exportkontrollen auch den Technologiesektor treffen, so Biden am Donnerstag.
„Selbst wenn sie Sanktionen verhängen werden, müssen sie sie in einem Monat aufheben, denn ohne Russland kann die Wirtschaft nicht existieren, insbesondere in Europa (...) Wir haben andere Partner. Das ist wirkungslos, Bidens Fabeln. Ich lebe unter allen Sanktionen, ich lebe wohl, es gibt keine Hindernisse“, sagte Kadyrow gegenüber Reportern.
Bei einem Krisengipfel am Donnerstag einigten sich zudem die 27 Staats- und Regierungschefs der EU auf ein zweites Sanktionspaket gegen Moskau. Die Strafmaßnahmen betreffen unter anderem die Bereiche Energie, Finanzen und Transport sowie Exportkontrollen und Visa.

Rat an Selenski

Kadyrow hat unter anderem dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenski geraten, den russischen Präsidenten Wladimir Putin so schnell wie möglich mit einer Entschuldigung anzurufen.
„Bei dieser Gelegenheit möchte ich dem derzeitigen Präsidenten Selenski einen Rat geben, bis er Ex-Präsident der Ukraine wird: dass er so schnell wie möglich unseren Präsidenten, den Oberbefehlshaber Wladimir Wladimirowitsch Putin, anruft und um Entschuldigung bittet“, sagte Kadyrow.
Zuvor wurde berichtet, dass etwa 12.000 Freiwillige aus Tschetschenien nach Worten des Chefs der Republik bereit sind, jede Sonderoperation in jedem Gebiet durchzuführen. Die Freiwilligen wurden am Freitag in der Hauptstadt der Republik Grosny einberufen. Dabei geht es um Kämpfer aus den tschetschenischen Sicherheitskräften. Insgesamt 70.000 Tschetschenen meldeten sich freiwillig für einen Einsatz in der Ukraine.
Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk angekündigt. Dies sei eine Antwort auf entsprechende Bitten der Volksrepubliken, Beistand bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte zu leisten.
US Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.02.2022
USA: Landwirtschaftliche Erzeugnisse und Arzneimittel von Anti-Russland-Sanktionen ausgeschlossen
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