Hochschuldienst DAAD schränkt Austausch mit Russland ein

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Studenten (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.02.2022
Aufgrund der militärischen Sonderoperation in der Ukraine schränkt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) den wissenschaftlichen Austausch mit Russland ein.
„Mit einem Staat, der mitten in Europa einen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland führt, kann es keine normalen Beziehungen geben, auch nicht in der Außenwissenschaftspolitik“, erklärte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee am Freitag in einer Mitteilung. Der Dienst schränke „die vom DAAD geförderten deutsch-russischen Austauschbeziehungen daher gegenwärtig ein“.
Die Bewerbungsmöglichkeiten für Russland-Stipendien würden gestoppt und alle Auswahlen für DAAD-Stipendien nach Russland abgesagt, so Mukherjee. Auch bereits ausgewählte deutsche Stipendiaten könnten für einen geplanten Aufenthalt in Russland derzeit nicht sponsiert werden. Der DAAD erwartet nach eigenen Angaben, dass die deutschen Hochschulen „alle von ihm geförderten Projektaktivitäten mit Partnerinstitutionen in Russland und Belarus aussetzen“ würden.
Der Dienst argumentiert sein Vorgehen damit, dass solche Schritte angesichts des Kriegs „unumgänglich“ seien, auch wenn sie Ungerechtigkeiten schaffen, hieß es.
Die getroffenen Maßnahmen sollen nun „in Abstimmung mit der Bundesregierung und nach Erörterung mit der Hochschulrektorenkonferenz und den deutschen Hochschulen“ in den kommenden Tagen und Wochen weiter angepasst werden.
Unter DAAD-Förderung sollen aktuell rund 750 Projekte zwischen deutschen Hochschulen und russischen Partnerorganisationen sein. Rund 160 Stipendien wurden zudem jährlich an deutsche Wissenschaftler und Studierende nach Russland vergeben.
Auswärtiges Amt - SNA, 1920, 24.01.2022
Auswärtiges Amt will deutschen Auslandsmitarbeitern in der Ukraine Ausreise finanzieren
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