Borrell hält Ausschluss Russlands vom SWIFT für denkbar

© REUTERS / DADO RUVICSWIFT-Logo vor dem Hintergrund der Nationalflagge Russlands (Symbolbild)
SWIFT-Logo vor dem Hintergrund der Nationalflagge Russlands (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.02.2022
EU-Chefdiplomat Josep Borrell hält einen Ausschluss Russlands aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk SWIFT in der Zukunft für möglich.

„Wir haben diese Frage erörtert, es gab keine Einigung darüber. SWIFT wurde nicht in das aktuelle Sanktionspaket aufgenommen, bleibt aber als Option für künftige Diskussionen“, sagte Borrell am Freitag auf einer Pressekonferenz in Brüssel.

Zuvor hatte der EU-Außenministerrat ein von den EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend abgestimmtes zweites Sanktionspaket gegen Russland gebilligt.
„Der Rat beschloss, auch Russlands Präsident Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow auf die Sanktionsliste zu setzen. Demnach werden ihre Aktiva im Ausland gesperrt“, sagte Borrell.
Österreichs Außenamtschef Alexander Schallenberg räumte ein, dass die gegen Putin und Lawrow verhängten Sanktionen ihre Freizügigkeit nicht beeinträchtigen würden.
Wladimir Putin und Sergej Lawrow (links) bei der feierlichen Übergabe der Beglaubigungsschreiben an neu eingetroffene ausländische Botschafter im Großen Kremlpalast (Archivbild) - SNA, 1920, 25.02.2022
EU will Sanktionen gegen Putin und Lawrow „dingfest machen“ – Österreichischer Außenminister
Borrell schloss weitere Sanktionen gegen Russland nicht aus, die „in den nächsten Tagen“ zur Sprache gebracht werden dürften. „Vielleicht wird es noch etwas geben“, sagte er im Hinblick unter anderem auf das SWIFT, das der EU-Rat am Freitag als Druckmittel gegen Russland abgelehnt hatte.
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