AfD-Chef weist auf Ähnlichkeit der Sicherheitsinteressen Russlands und Europas hin

© AFP 2022 / JOHN MACDOUGALLAFD-Chef Tino Chrupalla
AFD-Chef Tino Chrupalla  - SNA, 1920, 25.02.2022
Die Berücksichtigung der legitimen russischen Sicherheitsinteressen entspricht nach Worten des AfD-Chefs Tino Chrupalla auch den Interessen Europas. Das sagte er in einem Interview mit Ria Nowosti.
Die Einstellung von Kämpfen in der Ukraine solle für Deutschland in diesen Tagen das vorrangige Ziel sein. Europäische Staaten sollen Chrupalla zufolge künftig gemeinsam auf die Kriegsparteien einwirken. Die Berücksichtigung der legitimen Interessen der russischen Sicherheit sei auch in ihrem Interesse.
Der Bundessprecher und Ko-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Alternative für Deutschland rief auch zur Aufhebung europäischer Russland-Sanktionen auf. Sie hätten in der Vergangenheit keine gewünschte Wirkung gezeigt und hätten der deutschen Wirtschaft und Bevölkerung geschadet. Die Gaspipeline Nord Stream 2 bleibe Chrupalla zufolge ein unverzichtbarer Beitrag zur deutschen Versorgungssicherheit.
Die Bundesregierung hatte die Zertifizierung der bereits fertig gebauten Ostseepipeline gestoppt, nachdem Russland die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk in der Ostukraine als unabhängige Staaten anerkannt und die Entsendung von Truppen dorthin angeordnet hatte. Die US-Regierung hat Sanktionen gegen den Betreiber Nord Stream 2 AG und deren Geschäftsführer Matthias Warnig verhängt.
Der Westen verkündete eine Reihe von weiteren Sanktionen gegen Russland.
Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege Antony Blinken haben am Freitag ein Treffen in Genf abgehalten - SNA, 1920, 24.02.2022
USA brechen alle Verhandlungen mit Russland ab – Sacharowa

Hintergrund

Nach knapp achtjährigen Verhandlungen über die Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarungen gelangte Russland zu dem Schluss, dass die Ukraine den 2015 in der weißrussischen Hauptstadt ausgehandelten Friedensplan nicht erfülle und auch nicht erfüllen wolle und werde. Nach Darstellung der russischen Regierung sei Russland nichts anderes übriggeblieben, als militärisch einzuschreiten, um dem Völkermord an der russischen Bevölkerung im Donbass ein Ende zu setzen.
Zudem wolle Moskau eine mögliche Aufnahme der Ukraine in die Nato verhindern, weil die Infrastruktur der Allianz in unmittelbarer Nähe zu Russlands Grenzen dessen Sicherheit massiv bedrohen würde, hieß es aus der russischen Hauptstadt.
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