Volksrepublik Lugansk meldet Waffenniederlegungen seitens ukrainischer Soldaten

© AP Photo / Oleksandr RatushniakEin ujrainischer Soldat im Gebiet Lugansk (Archivbild vom 19. Februar 2022 )
Ein ujrainischer Soldat im Gebiet Lugansk (Archivbild vom 19. Februar 2022 ) - SNA, 1920, 24.02.2022
Einige ukrainische Soldaten sollen laut dem Chef der Volksrepublik Lugansk, Leonid Passetschnik, die Waffen niedergelegt und sich geweigert haben, Befehle von Kiew zu erfüllen. Trotzdem hat der LVR-Chef ukrainische Zivilisten in betroffenen Gebieten zur Vorsicht gemahnt.
„Der Gegner versucht derzeit, sich hinter dem Rücken von Zivilisten zu verstecken, Waffen in Wohngebieten zu installieren, unter anderem auf den Dächern von Häusern und ähnlichem. Trotzdem haben wir in vielen Fällen Berichte darüber, dass ukrainische Armeeangehörige die Waffen niederlegen und sich weigern, Befehle des verbrecherischen Regimes in Kiew auszuführen“, sagte er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.
In Bezug auf die Zivilbevölkerung der Ukraine sagte Passetschnik, sie sei nicht bedroht, mahnte die Zivilisten jedoch zur Vorsicht.
„Die von den Kiewer Behörden geführten militärischen Formationen sind zu sehr vielem fähig“, äußerte er. „Von diesen Leuten können Sie alles erwarten, und um Ihr Leben und Ihre Gesundheit zu schützen, rufe ich die ukrainische Zivilbevölkerung auf, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten“, fügte er hinzu.
Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums  - SNA, 1920, 24.02.2022
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Inzwischen hat der Berater des Republikchefs, Rodion Miroschnik, die Aufgabe der Lugansker Volksmiliz geschildert: Diese solle das Territorium zurückerobern, das de jure zur Volksrepublik Luhansk gehöre.
„Der Lugansker Volksmiliz wurde eine Aufgabe gestellt, das Gebiet zu räumen und zu befreien, das de jure zur Volksrepublik Luhansk gehört. Dies ist die Hauptaufgabe unserer Streitkräfte“, äußerte er gegenüber dem Nachrichtensender "Rossija 24".
Später teilte ein Sprecher des Pressedienstes der Lugansker Volksmiliz mit, dass zwei Soldaten der 57. motorisierten Infanteriebrigade der ukrainischen Streitkräfte an der Berührungslinie im Bezirk Slawjanoserbsk im Donbass freiwillig ihre Waffen niedergelegt haben und ins Lager der Lugansker Volksmiliz übergegangen sein sollen. Die Soldaten würden „nach Beendigung der Kampfhandlungen nach Hause entlassen", sagte der Sprecher.

Volksrepublik Donezk: Mindestens 15 ukrainische Soldaten haben ihre Waffen niedergelegt

Mindestens 15 ukrainische Soldaten im Donbass haben laut dem Sprecher der Donezker Volksmiliz, Eduard Bassurin, die Waffen niedergelegt und sich ergeben.
„Im Moment ist eine Zahl genau bekannt, die ich nennen kann. Es sind 15 Personen, die ihre Waffen niedergelegt und sich ergeben haben", sagte er.
Allerdings könne die Zahl der ukrainischen Soldaten, die sich ergeben haben, höher sein, denn die Lage ändere sich jede Minute, so Bassurin weiter.
In Bezug auf die Beweggründe eines derartigen Verhaltens von ukrainischen Soldaten äußerte er: „Es gibt ukrainische Militärs, die den Appell (die Waffen niederzulegen – Anm. d. Red.) von uns gehört haben. Zweitens haben sie die Einstellung ihrer Offiziere gesehen, die sie im Stich gelassen haben“.
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstagmorgen in einer Fernsehansprache erklärt, dass er als Reaktion auf einen Appell der Chefs der Donbass-Republiken beschlossen habe, eine Spezialoperation durchzuführen, um die Menschen im Donbass zu schützen, „die acht Jahre lang der Misshandlung und dem Genozid seitens des Kiewer Regimes ausgesetzt sind“. Die Umstände würden derzeit „ein entschlossenes und sofortiges Handeln erfordern, da die Volksrepubliken des Donbass Russland um Hilfe gebeten haben“, hob er hervor.
Frachtschiff (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.02.2022
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Der russische Präsident betonte, dass Kiew die Verantwortung für ein mögliches Blutvergießen tragen werde. Putin rief die ukrainischen Militärs dazu auf, kriminelle Befehle der ukrainischen Behörden nicht auszuführen, die Waffen niederzulegen und nach Hause zurückzukehren. Moskau plane nicht, „ukrainische Gebiete zu besetzen“, sagte er.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führen die russischen Streitkräfte keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durch. Demnach werden hochpräzise Waffen eingesetzt, um die militärische Infrastruktur, Flugabwehranlagen, Militärflugplätze und Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte auszuschalten. Die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht.
Später teilte das Verteidigungsministerium mit, dass die ukrainischen Grenzsoldaten „keinen Widerstand leisten“. Die ukrainische Flugabwehr sei neutralisiert und die militärische Infrastruktur von Militärflugplätzen außer Betrieb gesetzt worden. Zudem dementierte das Ministerium ausländische Medienberichte, wonach ein russisches Flugzeug über der Ukraine angeblich abgeschossen worden sein soll.
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