Volksmilizen von Donezk und Lugansk beginnen Gegenoffensive mit Unterstützung der russischen Armee

© SNA / Ilya Pitalev / Zur BilddatenbankEin T-72-Panzer auf der Donezk-Gorlowka-Autobahn
Ein T-72-Panzer auf der Donezk-Gorlowka-Autobahn - SNA, 1920, 24.02.2022
Die Volksmilizen der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk haben eine Gegenoffensive mit Feuerunterstützung der russischen Streitkräfte begonnen, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mitteilte.
Wie Konaschenkow berichtete, besteht der Zweck der Sondermilitäroperation, die heute auf Beschluss des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, begonnen hat, darin, die Donbass-Republiken Donezk und Lugansk zu schützen.
Den Soldaten der DVR und LVR gelang es, die Frontlinie der mehrschichtigen und gut ausgerüsteten Verteidigung der Streitkräfte der Ukraine zu durchbrechen. Insbesondere die Gruppe, die in die Stadt Wolnowacha einmarschierte, rückte drei Kilometer vor, und die Formationen in der Nähe der Stadt Stschastje – anderthalb Kilometer.
Laut dem Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Geheimdienstdaten, dass einzelne Einheiten und Militärangehörige der ukrainischen Streitkräfte massenhaft ihre Positionen verlassen und ihre Waffen niederlegen. Die Positionen der Einheiten der Soldaten, die die Waffen niedergelegt haben, werden demnach nicht beschossen.
„Mit den hochpräzisen Waffen der russischen Streitkräfte werden nur die militärische Infrastruktur, Luftverteidigungseinrichtungen, Militärflugplätze und die Luftfahrt der ukrainischen Streitkräfte außer Gefecht gesetzt“, fügte er hinzu.
Die ukrainische Seite beschieße ihrerseits weiterhin Zivilisten in der DVR und LVR, es gebe Opfer, erklärte Konaschenkow.

Eskalierte Situation im Donbass

Der seit acht Jahren schwelende militärische Konflikt zwischen der Ukraine und den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk war in den vergangenen Tagen eskaliert. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Europa haben auf beiden Seiten hunderte Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe verzeichnet.
Am Montag erkannte Russland die beiden seit 2014 von Kiew abtrünnigen Regionen als unabhängige Staaten an. Der russische Präsident Wladimir Putin begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe.
Am Donnerstagmorgen kündigte Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Dies sei eine Antwort auf entsprechende Bitten der Volksrepubliken, Beistand bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte zu leisten. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus.
Nach den jüngsten Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führt Russland hochpräzise Angriffe gegen militärische Objekte in der Ukraine durch, greift aber die Städte des Landes nicht an. Es bestehe demnach keine Gefahr für Zivilisten.
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