USA brechen alle Verhandlungen mit Russland ab – Sacharowa

© SNA / Pressedienst des russischen Außenministerium / Zur BilddatenbankAußenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege Antony Blinken haben am Freitag ein Treffen in Genf abgehalten
Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege Antony Blinken haben am Freitag ein Treffen in Genf abgehalten - SNA, 1920, 24.02.2022
Die USA haben die Verhandlungen mit Russland über Sicherheitsgarantien und über die Lage in der Ukraine abgebrochen.
Wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag mitteilte, findet das für heute geplante Treffen zwischen den Außenministern beider Länder, Sergej Lawrow und Antony Blinken, nicht statt.
„Die Gespräche wurden vorbereitet. Russland akzeptierte das Treffen, die Diplomaten waren im Kontakt. Aber wenige Stunden vor dem Abflug nach Genf erhielt Moskau eine Botschaft von State Secretary Blinken – noch vor Beginn der Sonderoperation (Russlands in der Ukraine – Anm. d. Red.)“, sagte Sacharowa.
In barschem Ton habe Blinken erklärt, dass die US-Seite keine Verhandlungen mit Russland mehr führen wolle – weder zu Sicherheitsproblemen noch zu anderen Fragen der laufenden Tagesordnung, so die Sprecherin.

Kiew bricht diplomatische Beziehungen zu Moskau ab

Zur Entscheidung der Ukraine, die diplomatischen Beziehungen zu Russland abzubrechen, sagte Sacharowa, Moskau sei nicht der Ansicht, dass es jetzt keine Kontaktmöglichkeiten gebe. Russland sei international vertreten. „Es fragt sich nur, ob sie (die Ukrainer) überhaupt (kontaktieren) und was sie dabei erreichen wollen“, sagte Sacharowa im russischen Fernsehen.
Selenski brach die diplomatischen Beziehungen zu Russland nach Beginn der militärischen Operation Moskaus zur Befriedung der Ukraine ab. Vor der Militäroperation wandte sich der russische Präsident in einer Rede an die Bürger Russlands, an die Ukraine und auch an den Westen.
US-Präsident Joe Biden - SNA, 1920, 24.02.2022
Biden kündigt weitere „starke“ Sanktionen gegen Russland an

Operation zur Befriedung der Ukraine

Nach knapp achtjährigen Verhandlungen über die Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarungen gelangte Russland zu dem Schluss, dass die Ukraine den 2015 in der weißrussischen Hauptstadt ausgehandelten Friedensplan nicht erfülle und auch nicht erfüllen werde. Russland sei nichts anderes übriggeblieben, als militärisch einzuschreiten, um dem Völkermord an der russischen Bevölkerung im Donbass ein Ende zu setzen.
Zudem wolle Moskau eine mögliche Aufnahme der Ukraine in die Nato nach Kräften verhindern, weil die Infrastruktur der Allianz in unmittelbarer Nähe zu Russlands Grenzen dessen Sicherheit massiv bedrohen würde, hieß es aus der russischen Hauptstadt.
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