Ukrainische Armee benutzt Zivilisten als Schutzschild – Lugansker Volksmiliz

© REUTERS / Gleb GaranichUkrainische Soldaten in Donezk
Ukrainische Soldaten in Donezk  - SNA, 1920, 24.02.2022
Nach Angaben der Lugansker Volksmiliz positioniert sich die ukrainische Armee im Donbass mit ihrer Kriegstechnik so, dass ein Angriff gegen die Stellungen zwangsläufig die zivile Bevölkerung treffen muss.
Die ukrainischen Truppen nutzten verbotene Kriegsführungstaktiken, erklärte Oberstleutnant Andrej Marotschko von der Volksmiliz der Donbass-Republik Lugansk am heutigen Donnerstag. Dies sei in den Ortschaften Stschastje und Staniza Luganskaja, wenige Kilometer von Lugansk entfernt, zu beobachten, wo stellenweise noch gekämpft werde: „Unsere Kundschafter stellen fest, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Technik nah an mehrgeschossigen Wohnhäusern aufstellen. Oder sie fahren mit ihren Panzerfahrzeugen direkt in die Höfe von Bewohnern, mit der Absicht, dass die friedlichen Bürger bei einem Schlag zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen werden.“ Außerdem würden ukrainische Soldaten in mehrgeschossigen Wohnhäusern Stellung beziehen und von dort aus das Feuer eröffnen.

Donbass unter Beschuss

Die Lage in den Donbass-Republiken Donezk und Lugansk hatte sich in der vergangenen Woche zugespitzt. Kiew hatte am Donbass ein Großaufgebot an Truppen zusammengezogen, die Ortschaften östlich der Kontaktlinie unter Beschuss nahmen, auch unter Einsatz verbotener Waffen. Aus Sorge vor einem Einmarsch der Ukraine leiteten die beiden Volksrepubliken eine Evakuierung großer Teile der Bevölkerung ein, riefen die Massenmobilisierung aus und baten Präsident Putin um Anerkennung ihrer Unabhängigkeit und darauf um Beistand im Kampf gegen die ukrainische Aggression.

Russlands Spezialoperation

Am heutigen Donnerstag hat Wladimir Putin bekannt gegeben, dem russischen Militär eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken befohlen zu haben. Angesichts der dramatischen Lage im Donbass müsse man „entschlossen und unverzüglich handeln“. Die Schuld für das Blutvergießen hätten die Machthaber in Kiew auf sich geladen.
Nach jüngsten Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau führt Russland hochpräzise Angriffe gegen militärische Objekte in der Ukraine durch, greift aber die Städte des Landes nicht an. Es bestehe demnach keine Gefahr für Zivilisten. Das russische Verteidigungsministerium teilte außerdem mit, die ukrainischen Grenzschützer würden „keinerlei Widerstand“ leisten, die ukrainische Flugabwehr sei inzwischen ausgeschaltet, die militärische Infrastruktur der Luftwaffenstützpunkte zerstört. Medienberichte, wonach die Ukraine ein russisches Flugzeug abgeschossen habe, hat das Verteidigungsministerium dementiert.
Russisches Außenministerium - SNA, 1920, 24.02.2022
Russisches Außenamt: Kein Krieg im Donbass – vielmehr ein Versuch, „globalen Krieg“ zu verhindern
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