Ukraine fordert Partner zu Abbruch von diplomatischen Beziehungen mit Russland auf

© SNA / Stringer Das Schild des ukrainischen Außenministeriums in Kiew
Das Schild des ukrainischen Außenministeriums in Kiew - SNA, 1920, 24.02.2022
Nach Kiews Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Moskau hat der ukrainische Außenminister, Dmytro Kuleba, alle Partner der Ukraine aufgefordert, dem Beispiel seines Landes zu folgen.
„Die Ukraine hat die diplomatischen Beziehungen zur Russischen Föderation abgebrochen. Ich rufe alle unsere Partner auf, dasselbe zu tun. Mit diesem konkreten Schritt werden Sie zeigen, dass Sie an der Seite der Ukraine stehen und den eklatantesten Akt von Aggression in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg kategorisch ablehnen“, schrieb Kuleba auf Twitter.
Der russische Präsident, Wladimir Putin, hatte am Donnerstagmorgen in einer Fernsehansprache erklärt, dass er als Reaktion auf einen Appell der Chefs der Volksrepubliken Donezk und Lugansk beschlossen habe, eine Spezialoperation zum Schutz der Bevölkerung von Donbass durchzuführen. Die Umstände würden derzeit „ein entschlossenes und sofortiges Handeln erfordern, da die Volksrepubliken des Donbass Russland um Hilfe gebeten haben“, hob er hervor.
Die Entscheidung zur Einleitung der Spezialoperation habe er im Einklang mit Artikel 51 Teil 7 der UN-Charta, mit Genehmigung des Föderationsrates (Oberhaus des russischen Parlaments – Anm. d. Red.) und zur Umsetzung der vom Parlament ratifizierten Verträge über Freundschaft und gegenseitigen Beistand mit den Volksrepubliken Donezk und Lugansk getroffen, sagte Putin.
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Der russische Präsident betonte, dass Kiew die Verantwortung für ein mögliches Blutvergießen tragen werde. Putin rief die ukrainischen Militärs dazu auf, kriminelle Befehle der ukrainischen Behörden nicht auszuführen, die Waffen niederzulegen und nach Hause zurückzukehren. Moskau plane nicht, „ukrainische Gebiete zu besetzen“, sagte er. Allerdings würden Moskaus Bemühungen darauf abzielen, die Ukraine zu entmilitarisieren.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führen die russischen Streitkräfte keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durch. Es werden hochpräzise Waffen eingesetzt, um die militärische Infrastruktur, Flugabwehranlagen, Militärflugplätze und Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte auszuschalten. Die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht.
Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Ansprache an die Bürger Russlands und an die Landsleute im Ausland. Moskau, 21. Februar 2022 - SNA, 1920, 24.02.2022
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Später teilte das Verteidigungsministerium mit, dass die ukrainischen Grenzsoldaten „keinen Widerstand leisten“. Die ukrainische Flugabwehr sei neutralisiert und die militärische Infrastruktur der Militärflugplätze außer Betrieb gesetzt worden. Zudem dementierte das Ministerium ausländische Medienberichte, wonach ein russisches Flugzeug über der Ukraine angeblich abgeschossen worden sein soll.
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