Söder stoppt Produktion des russischen Corona-Impfstoffes „Sputnik V“ in Bayern

© SNA / Ilya NaimuschinDer russische Einkomponenten-Impstoff "Sputnik Light"
Der russische Einkomponenten-Impstoff Sputnik Light - SNA, 1920, 24.02.2022
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich gegen eine Produktion des russischen Corona-Impfstoffs „Sputnik V“ ausgesprochen. „Es ist aus unserer Sicht nicht vorstellbar, dass dieses Projekt jetzt verwirklicht werden kann“, so Söder. Eine Zulassung des Vakzins durch die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema würde daran nichts ändern.
Der Beginn der Produktion des russischen Impfstoffs „Sputnik V“ gegen dir Krankheit Covid-19 im bayrischen Illertissen stand unmittelbar bevor. Das russische Pharmaunternehmen R-Pharm hatte bereits im Herbst 2021 ein Labor dafür fertiggestellt. Insgesamt hat das Unternehmen nach Angaben des Firmengründers Alexej Repik bisher mehr als hundert Millionen Euro in den Standort Illertissen investiert.

Sputnik in Bayern vom Tisch?

Bayern hatte sich bereits im Frühjahr 2021 die Option auf bis zu zweieinhalb Millionen Impfstoffdosen des russischen Impfstoffs gesichert und den Ausbau des Standorts in Illertissen unterstützt. Im vergangenen Mai forderte Söder von der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema (EuropeanMedicines Agency) noch eine frühere Zulassung des Sputnik-Impfstoffs. Das scheint nun vom Tisch zu sein.
Impfung mit Sputnik Light  - SNA, 1920, 21.02.2022
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Im Münchner Landtag sagte Bayerns Ministerpräsident:
„Die Lage in der Ukraine ist dramatisch. Es ist eine Lage, die wir uns seit vielen Jahrzehnten so nicht mehr haben vorstellen können.“ Söder bezeichnete den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine als eine „epochale Zäsur“.
„Wir unterstützen die Bundesregierung – und zwar in vollster Weise“, sagte Söder. Der Westen rücke eng zusammen. Bayern trage alle Maßnahmen mit, „die derzeit diskutiert, beschlossen und initiiert werden“.
Auch auf Twitter äußerte sich Söder entsprechend:
„Es liegt jetzt an Russland“, betonte der Ministerpräsident. Der Erhalt von Frieden sei „immer das wichtigste Gut“, niemals Zufall.
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