Selenski schlägt Russland „Rückkehr zu friedlichem Weg“ vor

© REUTERS / Pressedienst des ukrainischen PräsidentenDer ukrainische Präsident Wladimir Selenski gibt eine Pressekonferenz. Kiew, 24. Februar 2022
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski gibt eine Pressekonferenz. Kiew, 24. Februar 2022 - SNA, 1920, 24.02.2022
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski hat Russland vorgeschlagen, auf den „friedlichen Weg zurückzukehren“.

„Nicht die Ukraine war es, die entschieden hat, den Weg des Krieges zu gehen. Aber die Ukraine ist es, die vorschlägt, den Weg des Friedens zu gehen“, schrieb Selenski am Donnerstag in seinem Telegram-Kanal.

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident, Wladimir Putin, in seiner Ansprache an die Bürger Russlands den Beginn einer Sondermilitäroperation im Donbass verkündet. Dabei versicherte er, dass Moskau keine Pläne habe, die Ukraine zu besetzen. Es gehe nur um ihre „Demilitarisierung und Denazifizierung“.
Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge werden zivile Objekte auf dem Territorium der Ukraine nicht angegriffen. Zu den Zielen zählten ausschließlich Objekte der Militärinfrastruktur, die friedliche Bevölkerung habe nichts zu befürchten, hieß es.
Wenige Stunden später teilte das Ministerium mit, dass die ukrainischen Grenzsoldaten keinen Widerstand geleistet hätten.
„Die Luftabwehr der Ukraine ist außer Gefecht gesetzt, die Infrastruktur der Marinestützpunkte ist zerstört“, hieß es aus Moskau.
Das Verteidigungsministerium dementierte westliche Medienberichte über einen angeblichen Abschuss eines russischen Kampfjets über der Ukraine.
Ukrainische Soldaten in Donezk  - SNA, 1920, 24.02.2022
Ukrainische Armee benutzt Zivilisten als Schutzschild – Lugansker Volksmiliz

Operation zur Befriedung der Ukraine als einzig mögliche Option

Nach knapp achtjährigen Verhandlungen über die Umsetzung der Minsker Friedensvereinbarungen gelangte Russland zu dem Schluss, dass die Ukraine den 2015 in der weißrussischen Hauptstadt ausgehandelten Friedensplan nicht erfülle und auch nicht erfüllen werde. Russland sei nichts anderes übriggeblieben, als militärisch einzuschreiten, um dem Völkermord an der russischen Bevölkerung im Donbass ein Ende zu setzen.
Zudem wolle Moskau eine mögliche Aufnahme der Ukraine in die Nato nach Kräften verhindern, weil die Infrastruktur der Allianz in unmittelbarer Nähe zu Russlands Grenzen dessen Sicherheit massiv bedrohen würde, hieß es aus der russischen Hauptstadt.
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