Russlands Verteidigungsminister verspricht Rückzugskorridore für ukrainische Soldaten

© SNA / Michail MetzelRusslands Verteidigungsminister Sergej Schoigu
Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu - SNA, 1920, 24.02.2022
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat das Militär angewiesen, Sicherheitskorridore für ukrainische Soldaten einzurichten, die ihre Waffen niederlegen.
In einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vom heutigen Donnerstag heißt es, Verteidigungsminister Schoigu habe angeordnet, „Sicherheitskorridore für den sicheren Abzug der ukrainischen Militärangehörigen, die ihre Waffen niedergelegt haben, aus dem Einsatzgebiet zu ihren Familien“ zu schaffen.

Für respektvollen Umgang

Schoigu hat die Kommandeure der russischen Einheiten angewiesen, die ukrainischen Militärs mit Respekt zu behandeln. „Angesichts dessen, dass die Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte – anders als die Nationalisten – ihren Eid vor dem ukrainischen Volk geleistet hatten und Befehlen gehorchten, sind sie mit Respekt zu behandeln“, heißt es in dem entsprechenden Dokument.
Zuvor hatte sich Präsident Putin an das ukrainische Militär gewandt. Als er den Spezialeinsatz der russischen Streitkräfte im Donbass in einer Fernsehansprache am heutigen Donnerstag bekannt gab, appellierte er an die ukrainischen Soldaten, die „verbrecherischen Befehle“ der Kiewer Führung nicht auszuführen, die Waffen niederzulegen und, so wörtlich, „nach Hause zu gehen“.

Russlands Spezialoperation

Wladimir Putin hat dem russischen Militär eigenen Angaben zufolge eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk gegen ukrainische Militäreinrichtungen befohlen. Die Regierungen der beiden Volksrepubliken hätten Russland um Beistand im Kampf gegen die Aggression der ukrainischen Streitkräfte gebeten, also müsse man „entschlossen und unverzüglich handeln“. Die Schuld für das Blutvergießen hätten die Machthaber in Kiew auf sich geladen, erklärte Putin.
Nach jüngsten Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führt Russland hochpräzise Angriffe gegen militärische Objekte in der Ukraine durch, greift aber die Städte des Landes nicht an. Es bestehe demnach keine Gefahr für Zivilisten.
Moskauer Kreml (Archivbild) - SNA, 1920, 24.02.2022
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