Baerbock zu Spezialoperation im Donbass – Russland bricht mit „elementarsten Regeln“

© AP PhotoDie deutsche Außenministerin Annalena Baerbock
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock - SNA, 1920, 24.02.2022
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat auf Twitter zur russischen Spezialoperation in der Ukraine Stellung genommen. Die Weltgemeinschaft wird ihr zufolge Russland diesen Tag nicht vergessen.
„Mit dem Angriff auf die Ukraine bricht Russland mit den elementarsten Regeln der internationalen Ordnung“, schrieb Baerbock am Donnerstag in einer ersten Reaktion auf Twitter und bekundete der Ukraine „die ganze Solidarität“ Deutschlands.
„Die Weltgemeinschaft wird Russland diesen Tag der Schande nicht vergessen“, erklärte die Grünen-Politikerin.
Deutschland werde gemeinsam mit Partnern reagieren. Die Ministerin hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes für 8.30 Uhr (Ortszeit) den Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt einberufen.
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Eskalierte Situation im Donbass

Mitte Februar war die Lage in der ostukrainischen Region Donbass eskaliert, als die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk verstärkten Beschuss mit schwerer Munition seitens ukrainischer Streitkräfte gemeldet hatten. Beide Republiken befürchten eine Invasion ukrainischer Truppen und ließen daher Frauen und Kinder nach Russland evakuieren. Es wurde eine allgemeine Mobilmachung verkündet.
Am Montag hatte Russland die beiden seit 2014 von Kiew abtrünnigen Regionen als unabhängige Staaten anerkannt. Der russische Präsident, Wladimir Putin, begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe.
Am Donnerstagmorgen kündigte Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Dies sei eine Antwort auf entsprechende Bitten der Volksrepubliken, Beistand bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte zu leisten. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus.
Nach den jüngsten Angaben des russischen Verteidigungsministeriums führt Russland hochpräzise Angriffe gegen militärische Objekte in der Ukraine durch, greift aber die Städte des Landes nicht an. Es bestehe demnach keine Gefahr für Zivilisten.
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