Putin ordnet Beginn der Spezialoperation zum Schutz des Donbass an

© SNA / Alexej NikolskiRusslands Präsident Wladimir Putin hält eine Ansprache an die Bürger Russlands und an die Landsleute im Ausland. Moskau, 21. Februar 2022
Russlands Präsident Wladimir Putin hält eine Ansprache an die Bürger Russlands und an die Landsleute im Ausland. Moskau, 21. Februar 2022 - SNA, 1920, 24.02.2022
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am frühen Donnerstagmorgen den Beginn der Spezialoperation zum Schutz des Donbass angeordnet.
Russland habe nicht vor, die Ukraine zu besetzen. Die russische Armee werde jedoch auf Bitten der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten, betonte Putin.
Am vergangenen Mittwochabend hatten die Chefs der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Denis Puschilin und Leonid Pasetschnik, Putin offiziell um militärischen Beistand bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte ersucht.
„Ich muss an das ukrainische Militär appellieren, ihr habt dem Volk und nicht der Junta die Treue geschworen, ich rufe euch dazu auf, sofort die Waffen niederzulegen und nach Hause zu gehen“, sagte Putin.
„Ich möchte mich an die äußeren Kräfte wenden, die auch immer versuchen, Bedrohungen für Russland zu schaffen, die Antwort wird unverzüglich sein.“
Russland wird laut Putin danach streben, die Ukraine zu entmilitarisieren.
„Russland hat 30 Jahre lang versucht, sich mit der Nato über die Nichterweiterung nach Osten zu verständigen, und wurde mit Betrug, Druck- und Erpressungsversuchen konfrontiert, die Nato-Kriegsmaschine nähert sich den Grenzen Russlands“, so Putin.
Alles, was dem Welthegemon nicht passe, werde für unnötig erklärt, und wenn jemand dem nicht zustimme, werde „übers Knie gebrochen“, sagte Putin in Bezug auf Handlungen der Vereinigten Staaten.
„Russland kann sich nicht sicher fühlen, sich entwickeln und mit einer ständigen Bedrohung seitens der Ukraine existieren“.

Putin wendet sich an Ukrainer

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich an die Bürger der Ukraine gewandt und erklärt, dass die Krim-Bewohner ihre Wahl getroffen hätten.
Russlands Handlungen seien Selbstverteidigung gegen entstehende Drohungen. Putin rief dazu auf, zusammenzuwirken, um dieses tragisches Kapitel möglichst schnell abzuschließen und gemeinsam voranzukommen.
„Ich wende mich auch an die Bürger der Ukraine. Im Jahr 2014 musste Russland die Einwohner der Krim und Sewastopols vor jenen schützen, die ihr selbst als ‚Nazis‘ bezeichnet. Die Einwohner der Krim, von Sewastopol haben ihre Wahl getroffen - mit ihrer historischen Heimat, mit Russland zu sein. Und wir haben das unterstützt", sagte Putin in seiner Ansprache.
„Ich wiederhole, sie konnten einfach nichts anderes tun. Die jetzigen Ereignisse sind nicht mit dem Wunsch verbunden, die Interessen der Ukraine und des ukrainischen Volkes zu beeinträchtigen. Sie hängen mit dem Schutz Russlands selbst vor denjenigen zusammen, die die Ukraine als Geisel genommen haben und versuchen, sie gegen unser Land und dessen Volk zu nutzen. Ich wiederhole, unsere Handlungen sind Selbstverteidigung vor entstehenden Bedrohungen und vor noch einem größeren Unglück als das, was momentan vor sich geht ", sagte Putin.
Zudem forderte Putin dazu auf, zusammenzuwirken, um selbstständige Beziehungen aufzubauen.
„So schwer es auch sein mag, bitte ich Sie, dies zu verstehen und rufe zum Zusammenwirken auf. Um dieses tragische Kapitel möglichst schnell abzuschließen und gemeinsam voranzukommen. Lassen Sie niemanden sich in unsere Angelegenheiten, in unsere Beziehungen einmischen. Sondern sie selbständig aufzubauen. So, um die notwendigen Voraussetzungen zur Bewältigung aller Probleme zu schaffen, und so, das uns trotz der Staatsgrenzen von innen als einheitliches Ganzes stärken würde. Ich glaube daran“, sagte der russische Präsident.
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