Mercedes-Benz will trotz Chipkrise gute Geschäftszahlen vorlegen

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Mercedes-Benz Logo - SNA, 1920, 24.02.2022
Der Absatz ist zwar gesunken, doch die Ertragswerte für 2021 sehen gut aus. Der Hersteller mit dem Stern setzt klar auf Luxus. Für ein Modell gibt es in Deutschland sogar einen Bestellstopp.
Mercedes-Benz-Vorstandschef Ola Källenius will Medienberichten zufolge am Donnerstag um 9 Uhr ungeachtet der Chipkrise gute Geschäftszahlen für 2021 vorlegen. Nach der Abspaltung des großen Lastwagen-Geschäfts im vergangenen Jahr baut der Topmanager Mercedes-Benz als Luxusmarke aus und setzt auf das Motto „Klasse statt Masse“.

Betriebsergebnis gesteigert

Nach dem Ende des bisherigen Daimler-Konzerns ist in der Mercedes-Benz Group das Geschäft mit Autos und Lieferwagen gebündelt. Der Lkw-Hersteller Daimler Truck ist selbstständig und wird erst im März seine Geschäftszahlen vorlegen.
Källenius dürfte bei der Online-Pressekonferenz über starke Ergebniswerte des operativen Geschäfts von Mercedes-Benz berichten. Nach ersten Angaben steigerte der Konzern sein um Sondereffekte bereinigtes Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr auf 14 Milliarden Euro.
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Die damalige Daimler-Sparte Mercedes-Benz Cars & Vans hatte im vorvergangenen Jahr 6,8 Milliarden Euro erzielt. Der Absatz von Mercedes-Benz war 2021 um fünf Prozent auf rund 2,05 Millionen Autos gesunken. Der branchenweite Mangel an Halbleitern hat laut dem Unternehmen das Ausliefern neuer Fahrzeuge stark gebremst.

Produktionsvolumen der aktuellen E-Klasse-Version erschöpft

Erst unlängst hatten die Stuttgarter mitgeteilt, dass die aktuelle Version der E-Klasse-Limousine in Deutschland nicht mehr bestellt werden kann. Aufgrund weltweit steigender Orderzahlen sei das Produktionsvolumen ausgeschöpft. Das Nachfolgemodell der E-Klasse ist erst für das kommende Jahr geplant.
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VW streicht wegen Chipkrise fast alle Nachtschichten
Mercedes-Benz hielt nach eigener Einschätzung mit seinen verkauften Neuwagen 2021 die erwarteten CO2-Flottenziele der EU ein. Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß der neuen Personenwagen habe bei 115 Gramm je gefahrenem Kilometer gelegen, das sei unterhalb der für den Konzern erwarteten Schwelle von 125 Gramm pro Kilometer. Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Hersteller mit dem Stern vollelektrisch werden – überall dort, „wo es die Marktbedingungen zulassen“. Die bisherige Daimler-Sparte Mercedes-Benz Cars & Vans beschäftigte nach Angaben aus dem vergangenen Jahr gut 170.000 Menschen.
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