Auswärtiges Amt fordert Deutsche auf, Ukraine zu verlassen

© SNA / Igor SaremboAuswärtiges Amt
Auswärtiges Amt - SNA, 1920, 24.02.2022
In seiner jüngsten Reisewarnung für die Ukraine hat das Auswärtige Amt deutsche Bürger aufgefordert, das Land zu verlassen.
Die Behörde hat vor Reisen in die Ukraine gewarnt und deutsche Staatsangehörige dringend aufgefordert, das Land zu verlassen.
„In der Ukraine finden Kampfhandlungen und Raketenangriffe statt. Falls Sie das Land nicht auf einem sicheren Weg verlassen können, bleiben Sie vorläufig an einem geschützten Ort“, hieß es in der Mitteilung des Auswärtigen Amtes (AA). Eine Evakuierung durch deutsche Behörden sei derzeit nicht möglich.
Außerdem gab das AA bekannt, dass das Generalkonsulat der Bundesrepublik in Dnipro und die Botschaft in Kiew bis auf Weiteres geschlossen seien.
Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte am Donnerstagmorgen in einer Fernsehansprache, dass er als Reaktion auf einen Appell der Chefs der Donbass-Republiken beschlossen habe, eine Spezialoperation durchzuführen, um die Menschen im Donbass zu schützen, „die acht Jahre lang der Misshandlung und dem Genozid seitens des Kiewer Regimes ausgesetzt sind“. Die Umstände würden derzeit „ein entschlossenes und sofortiges Handeln erfordern, da die Volksrepubliken des Donbass Russland um Hilfe gebeten haben“, hob er hervor.
Eine deutsche Nationalflagge weht vor dem Reichstagsgebäude, dem Sitz des Deutschen Bundestages, in Berlin am 3. Januar 2022. - SNA, 1920, 24.02.2022
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Der russische Präsident erklärte, dass Kiew die Verantwortung für ein Blutvergießen tragen werde. Putin rief die ukrainischen Militärs dazu auf, die kriminellen Befehle der ukrainischen Behörden nicht auszuführen, die Waffen niederzulegen und nach Hause zurückzukehren. Moskau plane nicht, „ukrainische Gebiete zu besetzen“, sagte er.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenski leitet eine Dringlichkeitssitzung mit der Regierungsspitze, Vertretern des Verteidigungssektors und des Wirtschaftsblocks in Kiew, Ukraine, am 24. Februar 2022. - SNA, 1920, 24.02.2022
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Das russische Verteidigungsministerium erklärte später, dass die russischen Streitkräfte keine Raketen-, Luft- oder Artillerieangriffe auf ukrainische Städte durchführen. Nach Angaben des Ministeriums werden hochpräzise Waffen eingesetzt, um die militärische Infrastruktur, Flugabwehranlagen, Militärflugplätze und Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte auszuschalten. Die Zivilbevölkerung sei nicht bedroht.
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Der ständige Vertreter Russlands bei der Uno, Wassili Nebensja, hat während einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates geäußert, Russland gehe nicht gegen das ukrainische Volk vor, sondern gegen „die Junta, die in Kiew die Macht übernommen“ habe.
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