Asowsches Meer: Russische Zivilschiffe unter ukrainischen Raketenbeschuss geraten – ein Verletzter

© AFP 2022 / Genya SavilovFrachtschiff (Symbolbild)
Frachtschiff (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.02.2022
Zwei russische zivile Frachtschiffe im Asowschen Meer sind am Donnerstag von den ukrainischen Streitkräften beschossen worden. Eines der Besatzungsmitglieder soll dabei schwere Verletzungen erlitten haben. Dies teilte die Abteilung des russischen Grenzschutzdienstes in der Region Krasnodar mit.
„Am 24. Februar 2022 um 11:00 Uhr sind in den Gewässern des Asowschen Meeres die russischen zivilen Frachtschiffe ‚SGV-Flot' и ‚Seraphim Sarovsky' unter Raketenbeschuss vonseiten der ukrainischen Streitkräfte geraten“, teilte die Behörde mit.
Das Feuer sei von Mariupol aus, der Hafenstadt im Osten der Ukraine, geführt worden. Durch den Beschuss wurde laut dem Grenzdienst der Ölfrachter ‚SGV-Flot' beschädigt. An Bord des Frachters sei ein Feuer ausgebrochen, infolge dessen eines der Besatzungsmitglieder schwer verletzt worden sei.
Das Feuer sei mittlerweile gelöscht worden und die beiden Schiffe seien weitergefahren. Berichtet wird, dass Grenzschutzboote des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB bereits zum Ort des Vorfalls geschickt worden seien, um den verwundeten Matrosen zu evakuieren und Hilfe zu leisten.
Ein ujrainischer Soldat im Gebiet Lugansk (Archivbild vom 19. Februar 2022 ) - SNA, 1920, 24.02.2022
Volksrepublik Lugansk meldet Waffenniederlegungen seitens ukrainischer Soldaten

Eskalierte Situation im Donbass

Am Montag hat der russische Präsident, Wladimir Putin, die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk als unabhängige Staaten anerkannt. Der Präsident begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe.
Am Donnerstagmorgen kündigte Putin eine Spezialoperation zum Schutz der Donbass-Republiken Lugansk und Donezk an. Die Ukraine rief daraufhin den Kriegszustand aus.
Russland habe nicht vor, die Ukraine zu besetzen. Die russische Armee werde jedoch auf Bitten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk Hilfe bei der Abwehr der Aggression der ukrainischen Streitkräfte leisten, erklärte Putin.
Angesichts des Militäreinsatzes im Donbass brach der ukrainische Präsident Wladimir Selenski am Donnerstag die diplomatischen Beziehungen zu Moskau ab.
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