Altkanzler Schröder: Verbindungen zu Russland nicht gänzlich kappen

© SNA / Russian Presidential Press Office/Sergey Savostyanov / Zur BilddatenbankAltkanzler Gerhard Schröder (Archivbild)
Altkanzler Gerhard Schröder (Archivbild) - SNA, 1920, 24.02.2022
In einem Eintrag auf seiner Linked-In-Seite hat sich Altkanzler Gerhard Schröder für die schnellstmögliche Beendigung des Konfliktes in der Ukraine ausgesprochen und die russische Regierung in die Verantwortung genommen. Zugleich mahnte er an, nicht die Verbindungen zu Russland zu kappen.
„Der Krieg und das damit verbundene Leid für die Menschen in der Ukraine muss schnellstmöglich beendet werden“, stellt der ehemalige deutsche Bundeskanzler eingangs klar. „Das ist die Verantwortung der russischen Regierung.“

Viel sei in den vergangenen Jahren über Fehler und Versäumnisse im Verhältnis zwischen dem Westen und Russland gesprochen worden. Und es habe viele Fehler gegeben – auf beiden Seiten. Aber auch Sicherheitsinteressen Russlands rechtfertigten nicht den Einsatz militärischer Mittel, so der SPD-Politiker.
Das Schild des ukrainischen Außenministeriums in Kiew - SNA, 1920, 24.02.2022
Ukraine fordert Partner zu Abbruch von diplomatischen Beziehungen mit Russland auf
Zugleich drückt Schröder die Hoffnung aus, den Dialog mit Russland aufrecht erhalten zu können:
„Und mit Blick auf die Zukunft gilt, dass jetzt bei notwendigen Sanktionen darauf geachtet wird, die verbliebenen politischen, wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Verbindungen, die zwischen Europa und Russland bestehen, nicht gänzlich zu kappen. Denn diese sind - trotz der gegenwärtig dramatischen Lage – die Basis für eine Hoffnung, die wir alle haben: Dass ein Dialog über Frieden und Sicherheit auf unserem Kontinent wieder möglich ist.“
Wegen seiner guten Beziehungen zu Russland, der Tätigkeit beim russischen Gaskonzern Gazprom und den jüngsten Äußerungen zum Ukraine-Konflikt, wobei Schröder die Forderungen der Ukraine nach Waffenlieferungen als „Säbelrasseln“ bezeichnete, wurde Schröder in den letzten Tagen mehrfach von seinen Parteigenossen der Austritt aus der SPD nahegelegt.
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