Ukraine beruft 36.000 Reservisten ein – im Alter von 18 bis 60

© AFP 2022 / PRESS SERVICE OF THE GENERAL STAFF OF THE UKRAINIAN ARMED FORCESUkrainische Soldaten bei einer Militärübung
Ukrainische Soldaten bei einer Militärübung - SNA, 1920, 23.02.2022
Die Ukraine hat am Mittwoch mit der Einberufung von Reservisten begonnen. Dies geht aus einer Mitteilung des Pressedienstes des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hervor.
Betroffen sind demnach Reservisten im Alter von 18 bis 60 Jahren. Die Einberufung beziehe sich sowohl auf Offiziere als auch auf Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade. Die maximale Dienstzeit soll zwölf Monate betragen.
Nach Informationen des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine sollen 36.000 Reservisten einberufen werden.
Nach Angaben des Generalstabs werden die Reservisten der ersten Etappe den Formationen zugewiesen, in denen sie ihren Wehrdienst geleistet und mit denen sie einen Vertrag über den Dienst in der operativen Reserve unterzeichnet haben. Die einberufenen Reservisten sollen in dem Tätigkeitsbereich eingesetzt werden, für den sie während des Wehrdienstes ausgebildet worden seien.
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Zudem sollen die Reservisten ihren Arbeitsplatz und ihr durchschnittliches Monatsgehalt behalten.
Am Vortag hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenski eine Teilmobilmachung der Reservisten angekündigt. Die Entscheidung wurde vor dem Hintergrund der eskalierten Lage im Donbass getroffen, wo die ukrainische Armee in den letzten Tagen den Beschuss der Gebiete der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) intensiviert hatte.
Angesichts der Gefahr eines drohenden Angriffs durch ukrainische Regierungstruppen kündigten die Chefs der Volksrepubliken eine vorübergehende Evakuierung ihrer Bürger in russische Regionen an. Die Evakuierung betrifft vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. Am 19. Februar unterzeichneten die Chefs der Volksrepubliken Donezk und Lugansk Dekrete über eine allgemeine Mobilmachung und baten Russland darum, die Unabhängigkeit von DVR und LVR anzuerkennen.
Teil eines Projektils (Archivfoto) - SNA, 1920, 23.02.2022
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Der russische Präsident, Wladimir Putin, hat am Montag im Kreml Dekrete zur Anerkennung der LVR und der DVR sowie Freundschaftsverträge mit den Volksrepubliken unterzeichnet, die am Dienstag vom russischen Parlament ratifiziert wurden. In den Dokumenten wies Putin an, den Frieden in den Volksrepubliken mit Hilfe von russischen Streitkräften zu gewährleisten.
Russlands Verträge über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe mit den Volksrepubliken sehen unter anderem eine Partnerschaft im Verteidigungsbereich vor.
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