Puschilin: Grenzen von DVR und LVR könnten friedlich festgelegt werden

© SNA / Alexej Malgawko / Zur BilddatenbankDer Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin
Der Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin - SNA, 1920, 23.02.2022
Die Grenzen der Volksrepubliken Donezk (DVR) und Lugansk (LVR) könnten laut dem DVR-Chef Denis Puschilin ohne Einmischung und möglicherweise friedlich festgelegt werden.
„Die Frage der Festlegung der Grenzen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk kann in dieser Zeit ganz von selbst geregelt werden, aber auf welche Weise? Wir möchten, dass es friedlich ist“, sagte Puschilin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
Donezk nutzt ihm zufolge jede Chance für Frieden:
„Wir schätzen den Frieden wie kein anderer, weil wir wissen, was Krieg ist. Diese Mobilisierungsmaßnahmen, die jetzt durchgeführt werden, sind im Namen des Friedens, damit der Gegner sieht, womit er es zu tun hat und nicht zu weit geht. Wir nutzen jede Chance für Frieden, die einzige Frage ist, ob es eine solche Chance gibt“.
Die Zahl der Angriffe der ukrainischen Sicherheitskräfte sei nach der Anerkennung der Volksrepublik Donezk durch Russland gestiegen, so Puschilin weiter.
„Wie haben die bewaffneten Formationen der Ukraine (auf die Anerkennung - Anm. d. Red.) reagiert? Nun, während der Sitzung des Sicherheitsrats, während eines Streifzugs des russischen Präsidenten in die Geschichte, hatte man den Eindruck, dass sie sehr genau zuschauten, und es gab keinen Beschuss. Und zwar in dieser Zeit. Danach nahm die Zahl der Angriffe und Provokationen zu“.
Dies hänge mit der Anerkennung der beiden Republiken zusammen, erklärte der Politiker.
Er merkte an, dass es jetzt keine russischen Truppen in der DVR gebe, aber sie könnten dort in der Zukunft stationiert werden. Allen internationalen Beobachter, einschließlich der OSZE, hätten zuvor nach russischen Truppen im Donbass gesucht, so Puschilin. Sie hätten sie nicht gefunden, weil es keine russischen Truppen dort gebe.
„Was die Zukunft angeht, und ob es möglich wäre, dass russische Truppen hier sind? Es ist möglich. Wann und unter welchen Umständen wird die Situation zeigen, wie sich die Situation seitens der Ukraine entwickeln wird“, betonte er.
Der Konflikt zwischen der ukrainischen Armee und den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk war in den letzten Tagen eskaliert. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa registrierten auf beiden Seiten Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe.
Am Montag erkannte Russland die beiden seit 2014 von Kiew abtrünnigen Regionen als unabhängige Staaten an. Der russische Präsident, Wladimir Putin, begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe.
Unabhängigkeitsdenkmal am Platz der Unabhängigkeit der Ukraine in Kiew (Archivbild) - SNA, 1920, 23.02.2022
In der ukrainischen Falle
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