Nach Anerkennung von Donezk und Lugansk: Maduro sichert Russland Unterstützung zu

© AFP 2022 / Sergei ChirikovNicolas Maduro und Wladimir Putin
Nicolas Maduro und Wladimir Putin  - SNA, 1920, 23.02.2022
Nach der Anerkennung der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk als unabhängige Staaten durch Russland hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro seine volle Unterstützung für seinen russischen Amtskollegen, Wladimir Putin, bekräftigt. Nach seiner Ansicht strebte Russland immer nach einer diplomatischen Lösung der Ukraine-Krise an.
In einer vom staatlichen Fernsehsender Venezolana de Televisión (VTV) ausgestrahlten Sendung warf Maduro am Dienstag den USA und der Nato mit Blick auf die gegenwärtigen Ereignisse um die Ukraine vor, Russland mit militärischen Mitteln „erledigen“ sowie einer „multipolaren Welt“ ein Ende setzen zu wollen.
Vor diesem Hintergrund bekundete Venezuelas Präsident „volle Unterstützung“ für den russischen Präsidenten „bei der Verteidigung des Friedens“ in Russland und für „sein Volk“.
Des Weiteren nahm er zu Ereignissen im Donbass Stellung. In der Ukraine seien infolge der Verfolgung des russischen Volkes im Osten des Landes zwei Gebiete zu Volksrepubliken ausgerufen worden – Donezk und Lugansk, um sich „vor der Vernichtung durch die faschistischen Sektoren“ zu schützen, die an die Macht gekommen seien. Maduro fügte dazu:

„Und es ist zu einem schwierigen Konflikt gekommen. Und in allen Phasen des Konflikts gab es immer einen diplomatischen Dialog-Vorschlag seitens Putins, der zu den Minsker Vereinbarungen geführt hat.“

Die Rechtsextremen, die in der Ukraine an die Macht kamen, wären laut dem Präsidenten nie daran interessiert gewesen, „den Konflikt durch einen Dialog zu lösen“. Genauso wenig Interesse hätten sie am Frieden und Respekt gegenüber Russland gehabt.

„Mehrmals hat Putin einen Dialog angeboten, um eine Grundlage für gegenseitiges Verständnis zu schaffen, aber die Elite (…) und die Gruppen, die in der Ukraine an die Macht kamen, haben es vorgezogen, sich den Plänen für die militärische Einkreisung Russlands, den Plänen für eine Aggression gegen Russland anzuschließen“, sagte der venezolanische Präsident.

Daher drücke sein Land, betonte Maduro, seine Unterstützung für Putin beim Schutz des Friedens in Russland und der Region aus. Diese gelte auch „für alle Dialog-Initiativen und die Suche nach diplomatischen Lösungen“.
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Eskalierte Lage in Ukraine

Vorige Woche war die Lage in der ostukrainischen Region Donbass eskaliert, als die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk verstärkten Beschuss mit schwerer Munition seitens ukrainischer Streitkräfte gemeldet hatten. Beide Republiken befürchten eine Invasion ukrainischer Truppen und lassen daher Frauen und Kinder nach Russland evakuieren.
Am Montagabend hat der russische Präsident, Wladimir Putin, in einer Videoansprache an die Bürger die Entscheidung bekannt gegeben, Donezk und Lugansk als unabhängige Staaten anzuerkennen. Danach wurden im Kreml im Beisein der Republikchefs ein entsprechendes Dekret unterzeichnet sowie mit beiden Republiken Verträge über gegenseitige Freundschaft und Unterstützung geschlossen.
Mehrere westliche Länder haben die Entscheidung des russischen Präsidenten scharf verurteilt und sich auf Sanktionen gegen Russland geeinigt. Dabei geht es vorrangig um die Personen und Organisationen, die angeblich dazu beitragen, die territoriale Integrität, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine zu untergraben.
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