Lugansker Republik meldet zwei Tote durch ukrainischen Beschuss

© SNA / Sergej AwerinEin Volkswehr-Kämpfer in Lugansk (Archivfoto)
Ein Volkswehr-Kämpfer in Lugansk (Archivfoto) - SNA, 1920, 23.02.2022
In der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk sind am Dienstagabend nach Angaben dortiger Sicherheitsbehörden zwei Zivilisten bei einem Beschuss durch die ukrainische Armee getötet worden. Die lokale Volksmiliz stufte den Angriff als einen Terroranschlag ein und forderte Stellungnahme der OSZE-Beobachter.
„Die ukrainischen Streitkräfte haben um 23.35 Uhr den Waffenstillstand verletzt und in Richtung Solotoje – Beresowskoje eine Panzerabwehrrakete abgefeuert“, erklärte die Vertretung der Lugansker Volksrepublik beim Gemeinsamen Waffenstillstand-Kontrollzentrum. Die Rakete habe einen Pkw getroffen und zwei Zivilisten getötet.
Die lokalen Behörden stuften die Attacke als einen Terroranschlag ein: „Die Ukraine setzt die friedliche Bevölkerung im Donbass weiterem Terror aus“, erklärte die Volksmiliz der Lugansker Volksrepublik. Heute hätten die ukrainischen Kräfte einen „Terroranschlag begangen“. Durch den gezielten Beschuss eines zivilen Autos im Dorf Beresowskoje seien zwei Zivilisten getötet worden.
„Wir fordern die OSZE-Beobachter auf, das Verbrechen der ukrainischen Kämpfer zu registrieren und die Ukraine zu einem Ende des Terrors gegen die zivile Bevölkerung zu bewegen“, so die Lugansker Volksmiliz. Sie versprach, den internationalen Organisationen alle Details zum „Terrorakt“ zu übergeben.
Die Ukraine-Krise hatte sich am Montag erneut zugespitzt, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin die Volksrepubliken Donezk und Lugansk per Dekret als unabhängige Staaten anerkannt hatte. Der Entscheidung war eine Eskalation der Kämpfe der beiden seit 2014 von Kiew abtrünnigen Regionen mit der ukrainischen Armee vorausgegangen.
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Donezk und Lugansk hatten bereits nach dem Umsturz in Kiew Anfang 2014 ihre Unabhängigkeit ausgerufen. Die ukrainische Regierung reagierte damals mit der Entsendung von Truppen. Der seitdem schwelende militärische Konflikt im Osten der Ukraine hat nach UN-Angaben mindestens 13.000 Menschen das Leben gekostet.
Seine Entscheidung vom Montag begründete Putin unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe. Westliche Staaten haben indes neue Sanktionen gegen Russland angekündigt.
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