„Schießen uns selbst ins Bein“: Linke kritisiert Stopp von Nord Stream 2

© AP Photo / THOMAS HAENTZSCHELDie Linke
Die Linke - SNA, 1920, 23.02.2022
Die Linken-Politiker Gregor Gysi und Sevim Dağdelen haben die Entscheidung, die Ostseepipeline Nord Stream 2 wegen des Russland-Ukraine-Konflikts vorerst zu stoppen, scharf kritisiert.
„Hier wird ein politisches Interesse der Grünen und ein wirtschaftliches Interesse der USA, die uns hier Fracking-Gas verkaufen wollen, mit internationaler Politik gemischt“, sagte Gysi dem „Spiegel“. Dabei hätten die USA ihren eigenen Bezug von Erdöl aus Russland um keinen Liter gekürzt.
Ähnlich äußerte sich auch die Linken-Außenpolitikerin Sevim Dağdelen:
„Mit dem Stopp der Zertifizierung von Nord Stream 2 schießen wir uns in Deutschland selbst ins Bein. Die Folgen werden die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland mit explodierenden Gaspreisen zu tragen haben.“
Es sei eine „wirtschaftlich sowie klimapolitisch dumme Entscheidung“. Davon profitiere nur „die US-Frackinggasindustrie, die jetzt ihr dreckiges und überteuertes Gas in Europa loswerden kann, das ansonsten nicht konkurrenzfähig ist mit russischem Gas“.
Die Bundesregierung hatte die Zertifizierung der bereits fertig gebauten Ostseepipeline Nord Stream 2 gestoppt, nachdem Russland die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk in der Ostukraine als unabhängige Staaten anerkannt und die Entsendung von Truppen dorthin angeordnet hatte.
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