Donbass-Entscheidung ist Folge von Kiews Sabotage seiner Verpflichtungen – Russlands UN-Botschafter

© SNA / Bryan Smith / Zur BilddatenbankRussischer UN-Botschafter Wassili Nebensja
Russischer UN-Botschafter Wassili Nebensja - SNA, 1920, 23.02.2022
Die Anerkennung der Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk durch Russland ist laut dem russischen UN-Botschafter, Wassili Nebensja, das Ergebnis der Sabotage des Minsker Abkommens durch die Ukraine.
„Ich möchte betonen: Das, was passiert ist, ist eine direkte Folge der langjährigen Sabotage Kiews seiner direkten Verpflichtungen aus einem Komplex von Maßnahmen, die durch die Resolution des Sicherheitsrates genehmigt wurden (Minsker Vereinbarungen - Anm. d. Red.)“, sagte Nebensja am Mittwoch in der UN-Vollversammlung.
„Russland hat sich seit der Verabschiedung (der Resolution – Anm.d.Red.) im Februar 2015 konsequent für diesen schwierigen innerukrainischen Kompromiss eingesetzt. Wir haben alles getan, um die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zu wahren“, erinnerte sich Nebensja und betonte, dass „Russland keine Seite des Minsker Prozesses war und auch keine Seite ist”.
„Alles war umsonst, Kiew hat acht Jahre lang seine eigenen Bürger bombardiert, den direkten Dialog mit dem Donbass vermieden und macht das weiterhin so. All diese acht Jahre hat Kiew die gesamte Weltgemeinschaft an der Nase herumgeführt, indem es ihr die Einhaltung der Minsker Vereinbarungen zusicherte“, so Nebensja weiter.
Kiew würde die Minsker Vereinbarungen nicht einhalten, dies ist dem Diplomaten zufolge offensichtlich. Die ukrainischen Spitzenpolitiker hätten in der letzten Zeit „direkt in die Kameras angekündigt, dass sie ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden“. Es hat sich gezeigt, dass es keine Aussicht mehr auf die Umsetzung dieses Dokuments gibt.
Gleichzeitig hat Nebensja davor gewarnt, dass Russland mit den Verletzern des Waffenstillstands im Donbass nicht „liberal“ umgehen werde.
„Dieser Konflikt ist noch lange nicht vorbei. Der Beschuss friedlicher Viertel beider Republiken hat nicht aufgehört. Der Westen hetzt auf, ermuntert und bewaffnet Kiew weiter. Wir warnen davor, dass unter Bedingungen, in denen die Streitkräfte Russlands auf Wunsch von Donezk und Lugansk den Waffenstillstand überwachen werden, niemand mit den Verletzern liberal umgehen wird”.
Der Konflikt zwischen der ukrainischen Armee und den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk war in den letzten Tagen eskaliert. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa registrierten auf beiden Seiten Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe.
Am Montag erkannte Russland die beiden seit 2014 von Kiew abtrünnigen Regionen als unabhängige Staaten an. Der russische Präsident, Wladimir Putin, begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Ukraine die Minsker Abkommen über eine friedliche Beilegung des Konflikts jahrelang ignoriert habe.
Außenministerium Russlands (Archivfoto) - SNA, 1920, 23.02.2022
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