Weltbank sagt Argentinien mindestens zwei Milliarden US-Dollar zu

© AP Photo / Marcos BrindicciEine Frau mit Schutzmaske in Buenos Aires
Eine Frau mit Schutzmaske  in Buenos Aires - SNA, 1920, 23.02.2022
Die Weltbank wird Argentinien in diesem Jahr Krediten im Gesamtwert von mehr als zwei Milliarden US-Dollar (umgerechnet 1,76 MIlliarden Euro) gewähren. Dies geht aus Mitteilungen der Finanzanstalt und des argentinischen Wirtschaftsministeriums hervor.
Demnach wurde die Entscheidung beim Treffen des Leiters des operativen Geschäfts der Weltbank, Axel van Trotsenburg, mit dem argentinischen Wirtschaftsminister, Martín Guzmán, am Dienstagnachmittag (Ortszeit) bekannt gegeben.
Diese Unterstützung der Weltbank bedeute „eine Nettofinanzierung von 830 Millionen Dollar (umgerechnet enwa 732 Millionen Euro – Anm. d. Red.) für Projekte in den Bereichen Innovation, Infrastruktur, Gesundheit, soziale Eingliederung und Umwelt“, klärte Guzmán in einer Twitter-Mittteilung auf.
Bei dem Treffen sei die Bedeutung einer vertieften Zusammenarbeit in Bereichen wie Gesundheit, Verkehr, soziale Integration, Wasserversorgung und Umwelt erörtert worden.
Zudem hätten Van Trotsenburg und Guzmán die Bemühungen Argentiniens um ein IWF-Programm besprochen, für das die Weltbank ihre Unterstützung zugesagt habe.
Van Trotsenburg habe das Wirtschaftswachstum betont, das das Land seit 2021 verzeichnet habe. Die Weltbank werde Argentinien bei dessen Bemühungen unterstützen, den Wachstumskurs fortzusetzen und sich von den Auswirkungen der Covid-19-Krise zu erholen. Die Unterstützung der Weltbank habe unter anderem dazu beigetragen, den Kauf von Impfstoffen zu finanzieren, hob Van Trotsenburg hervor.
Im vergangenen Jahr hatte die Weltbank Argentinien mehr als 2,1 Milliarden US-Dollar (1,85 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt.
Krankenwagen in Argentinien - SNA, 1920, 11.02.2022
Kokain in Argentinien mit Betäubungsmittel für Elefanten gestreckt – über 20 Tote
Der Exekutivdirektor der Weltbank habe seine Unterstützung für die laufenden Verhandlungen des südamerikanischen Landes mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Der IWF soll diese Woche die Details zu einem neuen Kreditabkommen zur Umstrukturierung von Argentiniens Schulden in Höhe von etwa 44 Milliarden US-Dollar bei dem Fonds bekannt geben.
Argentiniens Wirtschaft steckt seit Jahren in einer schweren Krise. Kritiker werfen dem südamerikanischen Lande einen aufgeblähten Staatsapparat, geringe Produktivität der Industrie und einen großen Schattenwirtschaftssektor. Die Landeswährung Peso ist gegenüber dem US-Dollar immer weiter abgewertet worden, der Schuldenberg wächst ständig. Die Inflationsrate lag im vergangenen Jahr bei 50,9 Prozent.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала