„Hat vor nichts Angst“: Russland reagiert unbeeindruckt auf neue Sanktionen

© SNA / Natalia SeliverstovaRussisches Außenministerium
Russisches Außenministerium - SNA, 1920, 22.02.2022
Nach der Anerkennung der Unabhängigkeit der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk (DVR) und Lugansk (LVR) fürchtet Moskau laut Vize-Außenminister Andrej Rudenko keine neuen Sanktionen – darunter auch Strafmaßnahmen gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2.
„Moskau hat vor nichts Angst“, sagte Rudenko auf die Frage, ob Russland im Zusammenhang mit der Anerkennung von DVR und LVR Sanktionen fürchten würde, am Dienstag in Moskau gegenüber Journalisten.
Zudem rief der Diplomat dazu auf, über die Entscheidung Deutschlands, das Genehmigungsverfahren für die Nord Stream 2 zu stoppen, nicht zu spekulieren.
Der britische Premierminister Boris Johnson - SNA, 1920, 22.02.2022
„Invasion in die Ukraine“ hat begonnen: London kündigt harte Sanktionen gegen Russland an
Auf die Frage eines Journalisten, ob der Westen von der jetzigen Situation um die Ukraine absichtlich Gebrauch gemacht hat, um die Inbetriebnahme der Gasleitung zum Scheitern zu bringen, sagte er, dass es schwer zu sagen sei, ob es einen Zusammenhang gebe oder nicht. „Ich will nicht spekulieren.“

Bundesregierung stoppt Zertifizierung von Nord Stream 2

Am Dienstag hat Kanzler Olaf Scholz (SPD) den vorläufigen Stopp für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 mit den jüngsten Entscheidungen von Russlands Präsident Wladimir Putin in der Krise mit der Ukraine begründet.
„Die Lage ist heute eine grundlegend andere“, sagte Scholz laut der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin nach einem Treffen mit Irlands Ministerpräsidenten Micheál Martin.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen müsse die Lage neu bewertet werden – „übrigens auch im Hinblick auf Nord Stream 2“.
Nord Stream 2 - SNA, 1920, 22.02.2022
Bundesregierung stoppt Zertifizierung von Nord Stream 2
Russland hatte am Montagabend die Volksrepubliken Donezk und Lugansk per Dekret als unabhängige Staaten anerkannt. Der Entscheidung war eine Eskalation der Kämpfe der beiden seit 2014 von Kiew als abtrünnig betrachteten Regionen mit der ukrainischen Armee vorausgegangen. Die EU und die Vereinigten Staaten kündigten neue Sanktionen gegen Russland an.
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