Minsker Vereinbarungen gibt es nicht mehr – Putin

© SNA / Ilja Pitaljow / Zur BilddatenbankBürger legen Blumen am Grab des 2018 von ukrainischen Terroristen ermordeten damaligen Donezker Republikchef Alexander Sachartschenko nieder. Donezk, 22. Februar 2022
Bürger legen Blumen am Grab des 2018 von ukrainischen Terroristen ermordeten damaligen Donezker Republikchef  Alexander Sachartschenko nieder. Donezk, 22. Februar 2022 - SNA, 1920, 22.02.2022
Die Minsker Friedensvereinbarungen sind nach Worten des russischen Präsidenten Wladimir Putin erloschen, weil Russland die Donezker und die Lugansker Republik anerkannt hat.

„Die Minsker Vereinbarungen wurden durch Anstrengungen Kiews auf Null gesetzt. Sie wurden lahmgelegt, schon lange vor der Anerkennung der DVR und der LVR durch Russland“, sagte Putin am Dienstag vor der Presse in Moskau.

Europa sei nicht in der Lage gewesen, Kiew zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu bewegen. Eben deshalb habe sich Russlands gezwungen gesehen, die Unabhängigkeit der beiden Donbass-Republiken anzuerkennen, betonte der Staatschef.

Auch Verfassungen der Donbass-Republiken anerkannt

Mit der Anerkennung der beiden Volksrepubliken durch Russland seien auch deren Verfassungen anerkannt worden. Da sich die Volksrepubliken in den administrativen Grenzen der damaligen ukrainischen Gebiete Donezk und Lugansk für unabhängig erklärt hätten, erkenne Russland die damit durch die Verfassungen definierten Grenzen als Staatsgebiet der beiden Republiken an, so Putin.
Die in den Verfassungen festgelegten Grenzen der Republiken stimmten mit den administrativen Grenzen der beiden Gebiete überein, als sie noch Teil der Ukraine gewesen seien, betonte der russische Präsident.
Russlands Präsident Wladimir Putin - SNA, 1920, 22.02.2022
Putin: Weiterer Vormarsch russischer Streitkräfte von Situation abhängig

Föderationsrat genehmigt Einsatz russischer Truppen im Ausland

Er bestätigte ferner, dass der am Dienstag vom Föderationsrat Russlands genehmigte Einsatz der russischen Streitkräfte im Ausland mit der Lage im Donbass im Zusammenhang stehe. Das sei in den beiden mit den Republiken unterzeichneten Verträgen über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand, darunter auch im militärischen Bereich, vorgesehen, räumte der Präsident ein.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала