Minister: Zahl der Donbass-Flüchtlinge mittlerweile auf 100.000 gestiegen

© SNA / Pressedienst des Föderationsrates Russlands / Zur BilddatenbankSitzung des Föderationsrates Russlands in Moskau (Archiv)
Sitzung des Föderationsrates Russlands in Moskau (Archiv) - SNA, 1920, 22.02.2022
Die Zahl der aus dem Donbass nach Russland geflüchteten Zivilisten ist nach Worten des russischen Vizeverteidigungsministers Nikolai Pankow mittlerweile auf rund 100.000 gestiegen.
Unter ihnen seien knapp 30.000 Kinder, sagte Pankow am Dienstag in einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates Russlands in Moskau.

Ukraine setzt Beschuss im Donbass fort

Die Lage im Donbass im Osten der Ukraine habe sich in den letzten Daten äußerst zugespitzt. Die Volksrepubliken Donezk und Lugansk beklagen einen massiven Beschuss seitens der ukrainischen Armee. Pankow zufolge feuert die Ukraine im Tagesdurchschnitt bis zu 2000 Geschosse und Granaten auf Städte Siedlungen im Donbass ab. Die Zahl unschuldiger Opfer nehme zu.
Zuvor hatten die Führungen der beiden von Russland mittlerweile anerkannten Republiken mitgeteilt, dass friedliche Bürger, allen voran Kinder, Frauen und ältere Leute, zeitweilig nach Russland in Sicherheit gebracht werden. Der Donezker Republikchef Denis Puschilin schließt nicht aus, dass der ukrainische Präsident und Befehlshaber Wladimir Selenski demnächst einen Einmarsch seiner Truppen in den Donbass anordnen werde.
Flüchtlinge aus Donezk suchen Schutz in russischen Feriencamps - SNA, 1920, 21.02.2022
Flüchtlinge aus Donezk suchen Schutz in russischen Feriencamps

Putin begründet Anerkennung der beiden Donbass-Republiken

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Montag im Anschluss an eine außerordentliche Sitzung des Sicherheitsrates in Moskau in seiner Ansprache an die Bürger des Landes erklärt, er halte es für notwendig, die Souveränität der beiden Donbass-Republiken unverzüglich anzuerkennen. Da diejenigen, die den Weg des Blutvergießens, der Gewalt und der Gesetzlosigkeit gingen, keine andere Beilegung des Konflikts anerkannt hätten und anerkennen würden als die mit militärischer Gewalt, betonte der Staatschef.
Gleich nach dem Appell unterschrieb Putin im Kreml die Dekrete über die Anerkennung der Souveränität der Donezker und der Lugansker Republik.
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