Künftige Volkspartei? Grüne verdoppeln Mitgliederzahl seit 2016

Logo der Grünen-Partei - SNA, 1920, 22.02.2022
Während die großen Volksparteien CDU und SPD unter Mitgliederschwund leiden, legen die Grünen das sechste Jahr in Folge zu: Die Partei ist 2021 um rund 17 Prozent auf 125.737 Mitglieder gewachsen. Nur ein Landesverband schrumpfte.
Das geht aus der aktuellen Statistik der Partei hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Wenn man Austritte oder Todesfälle abzieht, gewannen die Grünen zum Jahreswechsel 18.430 Mitglieder hinzu. Das Wachstum zog sich durch nahezu alle Landesverbände. Nur die im vergangenen Jahr von internen Querelen zerrütteten Grünen im Saarland verloren Mitglieder. Die größten Landesverbände gibt es in Nordrhein-Westfalen und Bayern.
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Dabei hat sich die Partei nach eigenen Angaben leicht verjüngt: Das Durchschnitts-Mitglied war zum Jahreswechsel 47,6 Jahre alt (ein Jahr zuvor 48,1 Jahre). Unter den Neuzugängen waren insbesondere viele Menschen zwischen 26 und 35 Jahren, sie machten fast ein Viertel aller Eintritte aus. Im Durchschnitt war ein Neu-Mitglied bei den Grünen zuletzt 40,5 Jahre alt.
„Seit 2016 haben wir uns verdoppelt“, sagte die Politische Bundesgeschäftsführerin, Emily Büning, der DPA. „Das ist fantastisch und es zeigt, wie groß das Interesse an grüner Politik ist, wie viele Menschen sich einbringen und politisch mitgestalten wollen.“
Die Aufgabe des Bundesvorstands sei es nun, die Partei für die Größe der Mitgliedschaft und die anstehenden Aufgaben bestmöglich aufzustellen, erklärte Büning.
„Diese Zahlen geben uns Rückenwind für die kommenden Landtagswahlen und natürlich für die nächsten vier Jahre in der Regierung.“
CDU und CSU verloren im vergangenen Jahr ebenso wie die SPD Mitglieder, berichtet die DPA. Beide Parteien haben allerdings über 390.000 Mitglieder und damit deutlich mehr als die Grünen. Auch die AfD schrumpfte. Die FDP war in der Vergangenheit gewachsen, die Linkspartei hatte Mitglieder verloren.
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