Großeinsatz gegen italienische Mafia – Festnahmen auf Sizilien

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Polizei in Italien (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.02.2022
Die italienische Polizei hat einen Einsatz gegen 86 mutmaßliche Mafiosi durchgeführt, von denen 53 Personen direkt ins Gefängnis kamen. Hintergrund sind mehrjährige Ermittlungen gegen eine Mafia-Familie. Die Vorwürfe unter anderem: Erpressung, Drogenhandel, Zuhälterei und illegaler Waffenbesitz.
Die Polizei hat auf der italienischen Insel Sizilien und in Kalabrien an der italienischen Stiefelspitze Dutzende mutmaßliche Mafiosi festgenommen. Insgesamt richtete sich der frühmorgendliche Einsatz gegen 86 Menschen, von denen 53 ins Gefängnis kamen, wie die Carabinieri am Dienstag in der ostsizilianischen Hafenstadt Messina mitteilten.

Einschüchterungen als Mafia-Strategie

Seit 2018 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen eine Mafia-Familie aus der Gemeinde Barcellona Pozzo di Gotto nahe Messina. Diese habe den örtlichen Obst- und Gemüsehandel, Geschäfte und Nachtclubs durch Einschüchterungen infiltriert und die Besitzer mit in ihre Machenschaften hineingezogen.
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Bildung einer Vereinigung und kriminelle Machenschaften

Die Justiz wirft den Verdächtigen unter anderem Erpressung, Drogenhandel, Korruption bei Wahlstimmen, Zuhälterei und illegalen Waffenbesitz vor. Außerdem müssen sie sich wegen Mafia-Vereinigung verantworten, ein Tatbestand, der Anfang der 1980er Jahre eingeführt wurde, weil die Gesetze bis dahin oft unwirksam gegen das Mafia-Phänomen in Italien waren: Wer Teil einer Gruppe ist, die zum Beispiel durch Einschüchterungen Verbrechen verübt und Menschen zum Schweigen zwingt, kann bis zu sechs Jahre ins Gefängnis gehen.
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