Selbsterklärte Volksrepubliken Donezk und Lugansk bitten Putin um Anerkennung ihrer Unabhängigkeit

© SNA / Sergey Averin  / Zur BilddatenbankDie Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Denis Puschilin (rechts) und Leonid Pasetschnik (links) während des russischen Integrationsforums für den Donbass in Donezk (Archivbild)
Die Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Denis Puschilin (rechts) und Leonid Pasetschnik (links) während des russischen Integrationsforums für den Donbass in Donezk (Archivbild) - SNA, 1920, 21.02.2022
Die Chefs der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Denis Puschilin und Leonid Pasetschnik, haben sich an den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit der Bitte um Anerkennung der Unabhängigkeit ihrer Republiken gewandt.
„Im Namen aller Menschen der Volksrepublik Donezk bitten wir Sie, die Volksrepublik Donezk als unabhängigen, demokratischen, rechtlichen und sozialen Staat anzuerkennen“, sagte Puschilin.
Der Politiker erklärte, die ukrainischen Behörden würden sich für eine gewaltsame Lösung des Konflikts entscheiden. Er hat in diesem Zusammenhang vorgeschlagen, ein Abkommen über die Zusammenarbeit zwischen Russland und Donezk – darunter auch im Verteidigungsbereich – zu schließen.
Der Politiker betonte, dass der Donbass die Bemühungen Moskaus im Verhandlungsprozess über die Minsker Vereinbarungen sehr schätze, aber dieses Abkommen hindere Kiew – das militärische Unterstützung von Washington erhalte – nicht daran, den festgelegten Waffenstillstand zu verletzen.
Schützenpanzer in der Region Donezk  - SNA, 1920, 21.02.2022
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Puschilin fügte hinzu, dass die Bewohner des Donbass sich im Geiste russisch fühlten und ihr Hauptziel die Integration mit Russland sei.
Informationen über die Vorbereitung der Streitkräfte der Ukraine auf eine umfassende Offensive hat auch der Chef von Lugansk, Leonid Pasetschnik, bestätigt:
„Um einen Massenmord an der Zivilbevölkerung der Republik, von denen 300.000 Bürger Russlands sind, zu verhindern“, hat er Putin gebeten, „die Souveränität und Unabhängigkeit der Volksrepublik Lugansk anzuerkennen“.
Pasetschnik zufolge konnte eine humanitäre Katastrophe in der Region nur dank russischer Hilfe verhindert werden.
Ukrainisches Militär in der Nähe des Dorfes Novoluhanske in der Region Donezk - SNA, 1920, 21.02.2022
Die Entwicklung der Situation im Donbass
Am Donnerstag war die Situation um die Ukraine eskaliert, die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk meldeten verstärkte Angriffe seitens der ukrainischen Streitkräfte sowie Versuche von Provokationen. Aus diesem Grund hatten am Freitag die Chefs der Republiken eine Massenevakuierung ihrer Bevölkerung nach Russland angekündigt. Am Samstagmorgen erklärten sie die allgemeine Mobilmachung.
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