Ukraine hält russischen Angriff von Belarus aus für unwahrscheinlich

© REUTERS / Vadim Yakubyonok/BelTAMilitärübungen zwischen Belarus und Russland in der Region Brest
Militärübungen zwischen Belarus und Russland in der Region Brest - SNA, 1920, 21.02.2022
Trotz wiederholter US-Warnungen hält der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow einen russischen Angriff vom benachbarten Belarus aus für unwahrscheinlich.
„Das klingt lächerlich“, sagte Resnikow am Montag vor Journalisten. Kiew schätze das russische Truppenkontingent im Nachbarland auf etwa 9000 Personen plus Technik und Ausrüstung. Es sei nicht verwunderlich, dass Moskau diese nach dem Abschluss des Großmanövers am Sonntag nicht wieder abziehe: „Denn sie wurden aus dem Fernen Osten offensichtlich nicht mehrere Wochen dafür herangebracht, um zehn Tage zu trainieren und dann wieder zurückzukehren“, so der Minister.
Die russischen Truppen in Belarus lösen Sorgen im Westen aus. Sie waren über Tausende Kilometer aus dem äußersten Osten Russlands ins Nachbarland gebracht worden. Die Soldaten sollen nun doch länger als geplant ein Manöver abhalten. Seit Wochen warnen vor allem die USA vor einer russischen Invasion in die Ukraine. Der Kreml bestreitet ausdrücklich derartige Pläne.
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Prognosen über Angriff nicht eingetroffen

Insgesamt schätzte Resnikow die Zahl russischer Soldaten entlang der ukrainischen Grenzen und auf der Halbinsel Krim aktuell auf 147.000 einschließlich Luftwaffe und Seestreitkräften. Der Verteidigungsminister sagte, Kiew spiele die Gefahr nicht herunter. Prognosen zu einem russischen Angriff am vergangenen Mittwoch, Donnerstag oder am Sonntag seien nicht eingetroffen.
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