Türkischstämmige Frau in Berlin aus Rassismus angegriffen – alle Verdächtigen identifiziert

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Polizeiabsperrung - SNA, 1920, 21.02.2022
Nach einem Angriff auf eine türkischstämmige 17-jährige Jugendliche vor rund zwei Wochen in Berlin-Prenzlauer Berg, bei dem sie von einer Gruppe aus sechs Personen rassistisch angepöbelt und verprügelt worden sein soll, hat die Polizei nach eigenen Angaben alle sechs mutmaßlichen Täter identifiziert.
Wie Polizei-Vizepräsident Marco Langner am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses mitteilte, dauern die Ermittlungen in Bezug auf die Auseinandersetzung in einer Straßenbahn und an einer Haltestelle weiter an.
Es gebe „sehr gutes Videomaterial“ aus der Straßenbahn, das die Polizei auswerte. Der Fehler in der ersten Mitteilung ist laut Langner dadurch entstanden, dass die Pressestelle die Ursache des Angriffs zunächst falsch interpretiert habe.
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Die Polizei hatte zunächst in einer Mitteilung geschrieben, Auslöser des Konflikts sei gewesen, dass die Frau keine Corona-Maske getragen habe. Eine Auswertung der Videos habe dann ergeben, dass die junge Frau eine Schutzmaske getragen habe.
Am 5. Februar war die 17-jährige Dilan nach ihrer Schilderung an einer Tramhaltestelle von drei Frauen und drei Männern rassistisch angepöbelt, verprügelt und getreten worden. Sie erlitt dabei nach eigenen Angaben eine Gehirnerschütterung, ein Schädelhirn- und ein Bauchtrauma sowie Prellungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
In einem Video aus dem Krankenhaus berichtete sie von dem Vorfall: „Ich wurde gestern zusammengeschlagen, weil ich Ausländerin bin“.
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