Telefonat Lawrow-Baerbock: Ukraine-Krise auf der Agenda

© SNADie deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und der russische Außenminister Sergej Lawrow bei der Pressekonferenz in Moskau am 18. Januar 2022
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und der russische Außenminister Sergej Lawrow bei der Pressekonferenz in Moskau am 18. Januar 2022 - SNA, 1920, 21.02.2022
Die Außenminister Russlands und Deutschlands, Sergej Lawrow und Annalena Baerbock, haben am Montag in einem Telefongespräch die angespannte Lage im Donbass im Osten der Ukraine erörtert, teilte das russische Außenamt nach der Unterredung mit.
„Lawrow machte Kiew für die Eskalation an der Trennlinie im Donbass und für die zunehmenden bewaffneten Provokationen verantwortlich, die eine humanitäre Aktion zur Evakuierung von Frauen und Kindern nach Russland ausgelöst hatten“, hieß es in der Mitteilung.
Den Angaben zufolge rief Lawrow die deutsche Seite als Teilnehmer am Normandie-Format ein weiteres Mal auf, ihren Druck auf die ukrainischen Behörden maximal zu verstärken, um sie zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zu bewegen.
Zuvor hatten die Chefs der selbst ernannten Republiken Donezk und Lugansk, Denis Puschilin und Leonid Passetschnik, Russlands Präsident Wladimir Putin ersucht, die Unabhängigkeit ihrer Republiken anzuerkennen. Nach der Sitzung teilte Putin mit, dass die Entscheidung noch am (nach Moskauer Zeit inzwischen gestrigen) Montag getroffen werde.
Belarussische und russische Soldaten bei gemeinsamen Übungen  - SNA, 1920, 21.02.2022
Putin ordnet Entsendung von Truppen in DVR und LVR an
Am späten Montagabend verkündete der Präsident in einer Fernsehansprache an die Nation seine Entscheidung, die Unabhängigkeit der beiden Republiken anzuerkennen. Darauf wurden im Kreml mit Puschilin und Passetschnik Verträge über Freundschaft und Kooperation unterzeichnet.
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