Sputnik Light kann universelle Booster-Impfung für chinesische inaktivierte Impfstoffe werden

© SNA / Pavel Lisitsyn / Zur BilddatenbankImpfung mit "Sputnik Light"
Impfung mit Sputnik Light  - SNA, 1920, 21.02.2022
Die Zulassung der Kreuzimpfung mit chinesischen inaktivierten Impfstoffen gegen Covid-19 und anderen Vakzinen, unter anderem auch adenoviralen, in China kann den russischen Impfstoff Sputnik Light zu einer wichtigen Booster-Impfung machen. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die im Blog des russischen Vakzins veröffentlicht wurde.
Die Entwickler der Corona-Impfstoffe Sputnik V und Sputnik Light verwiesen darauf, dass die chinesischen Aufsichtsbehörden die Kombination von inländischen inaktivierten Covid-19-Impfstoffen (insbesondere von Sinovac und Sinopharm) mit einem anderen Impfstoff, unter anderem auch mit einem auf Adenoviren basierenden Vakzin, genehmigt haben, das als Auffrischungsimpfung verwendet werden sollte.
Die Zulassung sei eine weitere Bestätigung für die Wirksamkeit des sogenannten „Mix-and-Match“-Ansatzes, also der Kombination von unterschiedlichen Arten von Impfstoffen. Der russische Impfstoff Sputnik V habe eine Vorreiterrolle bei der Verwendung der „Mix-and-Match“-Vorgehensweise gespielt, indem er eine „stärkere und dauerhaftere Immunität“, unter anderem auch gegen die Omikron-Variante, aufgebaut habe, hieß es in der Mitteilung, die am Montag veröffentlicht wurde.
Nach Angaben der Beratungsfirma Bridge Consulting haben die chinesischen Pharmaunternehmen Sinovac und Sinopharm mehr als 4,7 Milliarden Impfdosen in China und außerhalb Chinas geliefert.
Der chinesische Staatsrat habe zwar die Auffrischung nur mit einheimischen Impfstoffen genehmigt. Der russische Impfstoff Sputnik Light (die erste Komponente von Sputnik V) könnte jedoch eine Lösung für Booster-Impfungen der ursprünglich mit chinesischen Impfstoffen immunisierten Personen in anderen Ländern der Welt bieten, heißt es in der Mitteilung weiter.
In Mix-and-Match-Studien habe Sputnik Light als Auffrischungsimpfstoff bereits gute Ergebnisse gezeigt – auch für inaktivierte Impfstoffe. Eine in Argentinien durchgeführte Studie zur Kombination von Sputnik Light mit anderen Impfstoffen habe nachgewiesen, dass die Antikörper- und T-Zell-Reaktion, die durch Sputnik Light als Booster zum inaktivierten Sinopharm-Impfstoff ausgelöst werde, zehnmal höher sei als eine derartige Reaktion bei zwei Sinopharm-Impfdosen.
Die Studie habe auch gezeigt, dass „Impfstoffcocktail“-Kombinationen von Sputnik Light mit anderen Impfstoffen wie Moderna, Astrazeneca und Cansino am 14. Tag nach der Verabreichung einer zweiten Dosis einen höheren Antikörperwert ergeben habe im Vergleich zur Immunisierung mit zwei Impfdosen eines jeweiligen Vakzins. Die Verwendung von Sputnik Light in einer Kombination mit allen anderen Impfstoffen habe zudem ein hohes Sicherheitsprofil ohne ernsthafte unerwünschte Nebenwirkungen aufgewiesen.
Zudem beriefen sich die Entwickler des russischen Vakzins auf eine Studie, die am Nationalen Institut für Infektionskrankheiten Lazzaro Spallanzani von italienischen und russischen Wissenschaftlern durchgeführt wurde. Die Forschung habe nachgewiesen, dass der Impfstoff Sputnik V einen mehr als doppelt so hohen Titer an virusneutralisierenden Antikörpern gegen die Omikron-Variante (B.1.1.529) aufweise, als zwei Impfdosen des Impfstoffs von Pfizer. Die entsprechende Studie war Mitte Januar auf der Preprint-Webseite medRxiv veröffentlicht worden.
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Vor einer Woche hatte der Russische Direktinvestitionsfonds (RDIF) die Zwischenergebnisse der in Russland und Aserbaidschan durchgeführten klinischen Phase-II-Studien zur Untersuchung der kombinierten Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs und der ersten Komponente des russischen Impfstoffs Sputnik V bekannt gegeben . Die kombinierte Impfung habe hohe Sicherheitswerte aufgewiesen.
Der als weltweit erster entwickelte russische Corona-Impfstoff Sputnik V wurde bereits in 71 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von mehr als vier Milliarden Menschen zugelassen. Der Impfstoff Sputnik Light wurde in mehr als 30 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von über 2,5 Milliarden Menschen zugelassen.
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