Lufthansa setzt Flüge nach Kiew und Odessa aus

© AP Photo / Michael ProbstEine Lufthansa-A380 beim Landeanflug in Frankfurt (Archiv)
Eine Lufthansa-A380 beim Landeanflug in Frankfurt (Archiv) - SNA, 1920, 21.02.2022
Angesichts der zunehmenden Spannungen in der Ukraine-Krise hat der Lufthansa-Konzern seine Flüge in die ukrainische Hauptstadt Kiew und die Schwarzmeerstadt Odessa von Montag an ausgesetzt. Dies teilte eine Konzernsprecherin am Montag mit.
Nach Angaben der Sprecherin gelten diese Maßnahmen zunächst bis Ende Februar. Die Stadt Lwiw (Lemberg) im Westen des Landes werde weiterhin angeflogen.
Zur Lufthansa-Gruppe gehören auch die Fluggesellschaften Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines sowie Eurowings.

Austrian Airlines stoppt Flüge in die Ukraine

Auch Österreichs größte Fluggesellschaft, die Austrian Airlines (AUA), hatte am Samstag auf Anfrage der Austria Presse Agentur (APA) angegeben, ab Montag ihre regulären Flüge nach Kiew und Odessa vorerst bis Ende Februar aussetzen zu wollen. Grund dafür sei die Eskalation im Osten der Ukraine, hieß es.
Die Sicherheit der Passagiere, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen habe zu jeder Zeit oberste Priorität, erklärte eine Sprecherin. Flüge nach Lwiw (Lemberg) finden weiterhin statt, derzeit fliegt die AUA dreimal wöchentlich dorthin.
Flugzeug der Austrian Airlines (Archivbild) - SNA, 1920, 19.02.2022
Nach Reisewarnung Österreichs: Austrian Airlines stoppt Flüge in die Ukraine – Bericht
Westliche Staaten werfen Russland vor, Streitkräfte an der ukrainischen Grenze zusammengezogen zu haben und einen Einmarsch in das Nachbarland zu planen. Russland dementiert westliche Berichte über einen angeblich bevorstehenden Einmarsch seiner Truppen in die Ukraine. Diese Desinformationen würden als Vorwand für die Stationierung von mehr Kampftechnik unweit der russischen Grenzen genutzt, hieß es aus Moskau.
Zudem war die Lage in der ostukrainischen Region Donbass am Freitag eskaliert, als die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk verstärkten Beschuss mit schwerer Munition seitens ukrainischer Streitkräfte gemeldet hatten.
Beide Republiken befürchten eine Invasion ukrainischer Truppen und lassen daher Frauen und Kinder nach Russland evakuieren. Es wurde eine allgemeine Mobilmachung verkündet. Nach Angaben des Chefs der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, plant Kiew eine baldige Offensive im Donbass, um die Kontrolle über die Region zu erlangen.
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