Transparenz statt voller Taschen – DJV fordert Überprüfung der Boni für Manager bei Axel Springer

© AP Photo / Franka BrunsZentrale des deutschen Medienriesen Axel Springer in Berlin
Zentrale des deutschen Medienriesen Axel Springer in Berlin - SNA, 1920, 21.02.2022
Berichten zufolge sollen die dem Vorstand des Axel-Springer-Konzerns angehörenden Manager insgesamt 88,8 Millionen Euro an Sonderzahlungen erhalten. Vor dem Hintergrund der Missstände in der „Bild“-Redaktion fragt der Deutsche Journalisten-Verband, wie diese Boni gerechtfertigt sind, und fordert Überprüfung durch Wirtschaftsexperten.
Wie der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) am Freitag mitteilte, fordert die Organisation den Vorstand des Axel-Springer-Konzerns zu einer Überprüfung der vorgesehenen Boni durch unabhängige Wirtschaftsexperten auf. Damit reagiere der DJV auf Berichte, wonach auf die seit 2016 dem Vorstand angehörenden Manager insgesamt 88,8 Millionen Euro an Sonderzahlungen entfallen sollten. DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall kommentierte:
„Die Journalistinnen und Journalisten der Springer-Medien haben ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie sich diese absurd hohen Boni mit dem versagen von Mathias Döpfner & Co. in der Bild-Affäre vertragen.“
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach - SNA, 1920, 17.02.2022
„Ich bekenne einen Misserfolg“: „Panikminister“ Lauterbach gegen die Springer-Presse
Nach Berichten der „Financial Times“ sollen die Springer-Vorstände früher und umfassender als zugegeben von den Missständen bei „Bild“ gewusst haben. Jedoch habe Springer auch auf Nachfrage bisher keine Stellung zu den Vorwürfen genommen, so überall. Das sei aber notwendig, um die geplanten Boni zu begründen. Überall forderte: „Transparenz statt voller Taschen.“
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