Premierminister Johnson: Russland plant größten Krieg seit 1945

© AP Photo / Matt DunhamBritischer Premierminister Boris Johnson bei der jährlichen Sicherheitskonferenz in München
Britischer Premierminister Boris Johnson bei der jährlichen Sicherheitskonferenz in München - SNA, 1920, 20.02.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson hat in einem Interview für den Sender BBC Russland vorgeworfen, „den größten Krieg seit dem Jahr 1945” zu planen.
„Alles deutet darauf hin, dass der Plan in gewisser Weise bereits begonnen hat“, so der Premierminister.
Die Aufklärungsdienste weisen laut Johnson darauf hin, dass Russland eine Invasion plant, bei der die ukrainische Hauptstadt Kiew eingekreist werden soll.
„Die Menschen müssen verstehen, was das an Menschenleben kosten kann“, betonte der Politiker.
Der Premierminister sprach von München aus, wo die Staats- und Regierungschefs der Welt zur jährlichen Sicherheitskonferenz zusammenkommen.
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Der Premierminister warnte davor, dass der Konflikt „blutig und langwierig“ sein könnte und dass der russische Präsident Wladimir Putin möglicherweise „unlogisch darüber nachdenkt“ und die „Katastrophe nicht sieht“.
„Ich denke, wir alle müssen jetzt erst einmal begreifen, was für eine Katastrophe das für Russland wäre", fügte er hinzu.
Johnson deutete an, dass das Vereinigte Königreich und die USA weitergehende Sanktionen gegen Russland verhängen würden als bisher vorgeschlagen, einschließlich der Unterbindung des Handels mit Unternehmen in Pfund und Dollar - ein Schritt, der es laut ihm „sehr, sehr hart treffen würde".
Der Politiker fügte hinzu:
„Die Lehre aus (der russischen Annexion der Krim von der Ukraine) im Jahr 2014 ist, das man Wladimir Putin nicht einfach davonkommen lassen kann.“
Eine Invasion in die Ukraine würde die Nato eher stärken als schwächen, prophezeite er. „Wenn er (Putin) glaubt, dass er im Endeffekt dadurch weniger Nato bekommt, liegt er völlig falsch. Er werde mehr Nato bekommen.“
Der Kreml und das russische Außenministerium hatten ihrerseits wiederholt darauf verwiesen, dass die Falschinformation über eine „russische Aggression“ dem Ziel dienen, die Masse fremder Truppen vor den russischen Grenzen aufzustocken. Die Hauptursache für die Eskalation in der Ukraine seien die Handlungen der USA und der Nato, die Militärberater sowie Waffen und Kampftechnik in die Ukraine schicken und die Anzahl an Militärübungen dort vergrößern und dadurch Kiew zu militärischen Abenteuern anstiften, wurde betont.
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