Großbritannien errichtet Zentrum zur Bekämpfung russischer „Desinformation“ –Außenministerin

© SNA / Sergej Sawostjanow / Pool / Zur BilddatenbankDie britische Außenministerin Liz Truss nach der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer. Moskau, 10. Februar 2022
Die britische Außenministerin Liz Truss nach der Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer. Moskau, 10. Februar 2022 - SNA, 1920, 20.02.2022
Angesichts des Ukraine-Konflikts hat Großbritanniens Außenministerin Liz Truss in einem Interview mit der britischen Boulevardzeitung „The Mail on Sunday“ die Eröffnung eines staatlichen Informationszentrums zur Bekämpfung russischer „Fehlinformationen“ angekündigt.
Das Weiße Haus bezeichnete die russische Mitteilung zum Teilabzug der Truppen von Übungsplätzen im Süden und Westen des Landes als „nicht wahr“, auch die Britin schloss sich den Behauptungen an. Angesichts der Situation rund um die Ukraine seien Maßnahmen notwendig, beispielsweise die Eröffnung eines staatlichen Informationszentrums zu Russland und der Ukraine.

„Seit Anfang dieses Monats wurden bereits 40 russische Falschinformationen veröffentlicht“, behauptete Truss.

Die „russischen Desinformationskampagnen – einschließlich Behauptungen über den Abzug russischer Truppen“ –hätten den Ukraine-Konflikt erschwert.
„Es gab nie einen Abzug, alles, was wir gesehen haben, ist der Truppenaufbau an der Grenze und wir glauben immer noch, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass Putin einmarschieren wird, und darauf müssen wir uns vorbereiten“, erklärte die Außenministerin.
Maßnahmen seien notwendig, um der „Desinformation“ entgegenzuwirken. Truss gab die Eröffnung des Informationszentrums zu Russland und der Ukraine bekannt.

„Wir wehren uns, wir arbeiten mit unseren Verbündeten zusammen, damit Putin nicht weiter versuchen kann, Dinge zu behaupten, die nicht wahr sind“, so die britische Außenministerin.

Es sei das erste Mal seit Ende des Kalten Krieges, dass eine solche Abteilung eingerichtet worden sei.

Ferner betonte Truss die Bedeutung der britischen Waffenlieferungen an die Ukraine für die „Verteidigung“ des Landes.
Zuvor hatte Truss eine Invasion der russischen Truppen in die Ukraine als „sehr wahrscheinlich“ bezeichnet, obwohl die russischen Truppen nach ihrem abgeschlossenen Manöver in ihre Stationierungsorte zurückkehren.
Münchner Sicherheitskonferenz - SNA, 1920, 19.02.2022
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Angebliche Erhöhung der Truppenpräsenz

Das Weiße Haus behauptete in einer Pressemitteilung, die russische Mitteilung über den Teilabzug russischer Truppen im Süden und Westen des Landes sei „falsch“. Russland suche nach einem „falschen Vorwand“, um „eine Invasion in die Ukraine zu rechtfertigen“. Die russische Truppenpräsenz sei angeblich um „bis zu 7000 Soldaten erhöht“ worden. Zahlreiche Politiker, auch aus Deutschland, schlossen sich den Behauptungen an.
Seit Monaten spekulieren westliche Medien über eine angeblich bevorstehende „russische Invasion“ in die Ukraine. Nato-Staaten und einige andere Länder kritisieren Russlands Truppenbewegungen auf seinem Hoheitsgebiet an der Grenze zur Ukraine und drohen Moskau mit schwerwiegenden Konsequenzen. Moskau wies die Vorwürfe wiederholt zurück und sieht sich durch das Heranrücken der Nato an seine Grenzen bedroht. Die Nato beschloss den Ausbau ihrer Truppenpräsenz im östlichen Bündnisgebiet.
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