Sturmtief „Zeynep“ tötet europaweit neun Menschen und verursacht schwere Sachschäden

CC0 / WikimediaImages / Pixabay / Unwetter (Symbolbild)
Unwetter (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.02.2022
Das Orkantief „Zeynep“ fegt über Europa und hat Medienberichten zufolge mindestens neun Menschen getötet und schwere Sachschäden verursacht.
Mehrere europäische Länder meldeten Todesfälle, auch Deutschland wurde schwer von dem Sturm getroffen. Medien und staatliche Behörden berichteten über die Folgen des Orkantiefs.

Deutsche Medien berichteten von einem Todesfall in Nordholz an der Wurster Nordseeküste. Laut dem „Norddeutschen Rundfunk“ stürzte ein Mann bei Reparaturarbeiten von einem Dach.

In Nordrhein-Westfalen starb laut der Deutscher Presse-Agentur (DPA) am Freitag ein 56-jähriger Autofahrer, nachdem er gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum geprallt war.
Ein weiteres Unglück habe sich in Saerbeck ereignet, wo sich ein Auto überschlagen habe. Der 33-jährige Fahrer sei noch am Unfallort verstorben.

In den Niederlanden seien drei Menschen durch umstürzende Bäume ums Leben gekommen. Großbritannien habe ebenfalls drei Todesopfer gemeldet. London habe erstmals die höchste Warnstufe Rot ausgerufen. Auch in Irland sei eine Person gestorben. In Frankreich seien mindestens elf Menschen verletzt worden, rund 130.000 Haushalte sollen am Freitagabend keinen Strom gehabt haben.
Deutsche Bahn (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.02.2022
Sturm über dem Norden – Zugausfälle bei der Bahn bis Samstag

Folgen des Sturms

Das Sturmtief „Zeynep“ hat vor allem den Norden Deutschlands getroffen, wie etwa Hamburg und Schleswig-Holstein.
Fern- und Regionalverkehr sei am Freitag in Norddeutschland und in Nordrhein-Westfalen nach und nach eingestellt worden. Feuerwehren und Polizei meldeten bis Samstagmorgen zahlreiche Einsätze.

„Sturmtief Zeynep führte bei der Polizei Bremen bis heute Morgen zu 114 Einsätzen. Nach aktuellen Erkenntnissen wurde dabei zum Glück niemand schwer verletzt. Es kam jedoch zu erheblichen Sachschäden“, teilte die Bremer Polizei auf Twitter mit.

An der Küste im Bereich Aurich und Leer in Niedersachsen fanden laut DPA fast 500 Einsätze statt.

Der Deutsche Wetterdienst berichtete von Windstärken zwischen 9 und 11 im Norden Deutschlands, in Büsum sei eine Orkanböe mit 143,3 Kilometer pro Stunde gemessen worden.
Die Hamburger Feuerwehr warnte am Samstagmorgen vor einer Sturmflut mit 4,90 bis 5,40 Metern über Normalhöhennull. Auch die Hamburger Polizei warnte nach eigenen Angaben mit Lautsprecherdurchsagen die Einwohner der Hansestadt.
In Bremen wurden laut Polizeistelle aufgrund aktueller Hochwasserprognosen die Bereiche Pauliner Marsch, Stadtwerder und Rablinghauser Deich evakuiert.
In Nordrhein-Westfalen sei die Rheinbrücke Emmerich bis auf Weiteres gesperrt. Grund dafür seien umgestürzte Gerüstteile, die in die Fahrbahn ragen.

Letzte Woche fegte der Orkan „Ylenia“ über Deutschland hinweg, vor allem Norddeutschland war betroffen. Es kam zu Hochwassern, Orkanböen und zu Verzögerungen im Zug- und Flugverkehr. In Teilen Deutschlands wurde der Schulunterricht zeitweise ausgesetzt.
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