Polen hält weitere Waffenlieferungen an die Ukraine für möglich

© SNA / Alexey Vitvitsky / Zur BilddatenbankPolens Premierminister Mateusz Morawiecki
Polens Premierminister Mateusz Morawiecki - SNA, 1920, 19.02.2022
PolensMinisterpräsident Mateusz Morawiecki hat bei einer Debatte während der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag von der Bereitschaft gesprochen, zusätzliche Mengen an Verteidigungswaffen an die Ukraine zu liefern. Dies berichtet der polnische TV-Sender TVN 24.
Polen sei bereit, die Ukraine mit zusätzlichen Verteidigungswaffen zu versorgen, erklärte Morawiecki. Sie sollten zur Verteidigung ihres Territoriums und ihrer Bevölkerung „vor der Aggression der russischen Truppen“ dienen.
Auch gab der polnische Premier an, das Thema bereits vor einigen Tagen in Brüssel bei einem Treffen des Europäischen Rates diskutiert zu haben.
„Einige unserer westlichen Partner“ seien in dieser Frage vor wenigen Wochen „ambivalent“ gewesen, hieß es. „Heute kann ich sagen, dass wahrscheinlich jeder in der Europäischen Union, auch diejenigen, die etwas weiter westlich von Moskau leben, die Gefahr versteht, die Europa droht. Sie verstehen, dass diese schwarzen Wolken nicht nur für die Ukraine gefährlich sein können, sondern auch etwas sehr Schlechtes für die Europäische Union bedeuten können“, sagte Morawiecki.
Zuvor hatte Polen damit begonnen, die Ukraine mit Granatwerfern, tragbaren Luftabwehrsystemen, Drohnen und Munition zu beliefern.

Ukraine-Frage

Die Pläne zur Eskalation der Situation um die Ukraine, welche der Westen Russland zuschreibt, werden von Moskau kategorisch dementiert. Russland bedrohe niemanden und solche Vorwürfe würden als Vorwand benutzt, um mehr Nato-Militärausrüstung in der Nähe der russischen Grenzen zu platzieren, hieß es.
Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow zuvor erklärte, schafft Russland keinen Vorwand für eine Konfliktsituation um die Ukraine. Ihm zufolge schließt Russland nicht aus, dass die vom Westen hochgejubelte Hysterie um die Ukraine darauf abzielt, Kiews Linie der Sabotage der Minsker Vereinbarungen zum Donbass zu verschleiern. Laut dem Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, wird die Informationshysterie der USA und der Nato in Bezug auf die Ukraine großzügig von Lügen begleitet.
Aus dem Westen kommen weiterhin Erklärungen, Russland bereite angeblich Provokationen in der Ukraine vor, obwohl die russischen Truppen nach den Übungen in ihre Unterkunftsorte zurückgekehrt sind. Am Montag traf sich Wladimir Putin mit dem Außenminister Sergej Lawrow und dem Verteidigungsminister Sergej Schoigu. „Ein Teil der Übungen geht zu Ende, ein Teil wird in naher Zukunft abgeschlossen sein“, teilte Schoigu mit. Igor Konaschenkow, der Sprecher des Verteidigungsministeriums, sagte am Dienstag, dass die Militärbezirke Süd und West damit begonnen hätten, Truppen in ihre Unterkunftsorte zurückzubringen.
Der Grenzübergang  Bagrationowsk an der russisch-polnischen Grenze  - SNA, 1920, 17.02.2022
Polen plant Zaunbau an Grenze zu Russland
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала