Johnson: Nato ist friedliches defensives Bündnis

© REUTERS / Matt Dunham/Pool via REUTERSDer britische Premier Boris Johnson auf der Münchner Sicherheitskonferenz, 19. Februar 2022
Der britische Premier Boris Johnson auf der Münchner Sicherheitskonferenz, 19. Februar 2022 - SNA, 1920, 19.02.2022
Die Nato ist nach Worten des britischen Premiers Boris Johnson ein friedliches und defensives Bündnis.

„Wir sind bereit, mit Präsident (Wladimir) Putin zusammenzuarbeiten, um diesen Punkt vor Augen zu führen und ihm die Zusicherungen zu geben, die er möglicherweise braucht“, sagte Johnson am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Man sollte weiterhin alles tun, um den Weg des Friedens und des Dialogs zu gehen. Es gebe einen Weg nach vorn, wenn Präsident Putin bereit wäre, ihn zu akzeptieren: Erforderlich sei eine Diskussion über Bedrohungen, die er zu sehen vorgibt. „In Wirklichkeit sind diese Bedrohungen, wie wir alle wissen, eine Illusion.“
Sie seien ein Produkt der chronischen, aber fehlerhaften Sicht des Kremls auf die Nato als auf ein Bündnis, das anderen angeblich nur Schrecken einjage. Das sei nicht die Aufgabe der Allianz.

Johnson setzt auf „strategisches Durchhaltevermögen“

„Was Europa braucht, ist strategisches Durchhaltevermögen, und wir sollten unsere Anstrengungen darauf konzentrieren, unsere Einheit zu wahren und die transatlantische Kooperation auszubauen.“
Aber damit das funktioniere, müsste Europa auch bereit sein, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen, um einen größeren Teil der Last für die Wahrung der Sicherheit auf dem Kontinent zu tragen und zu zeigen, dass „wir auf lange Sicht dabei sind“, unterstrich Johnson.
Nato-Emblem - SNA, 1920, 18.02.2022
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Russlands Forderungen nach Sicherheitsgarantien

Russland sieht sich durch die Nato-Erweiterung in seiner Sicherheit bedroht. In seinen jüngsten Forderungen nach Sicherheitsgarantien verlangt der Kreml vom Westen ein Ende der Nato-Osterweiterung und den Verzicht auf die Aufnahme ehemaliger Sowjetrepubliken wie Ukraine und Georgien. Das Nordatlantische Bündnis lehnt diese Forderungen als nicht hinnehmbar ab, bietet Russland zugleich einen Dialog zu Problemen der Sicherheit an, allerdings zu zweitrangigen.
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