Frankreich: Vater wollte Bildschirmzeit seiner Kinder begrenzen und brachte ganzes Dorf offline

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Handy (Symbolbild) - SNA, 1920, 19.02.2022
Ein Vater in Frankreich wollte für seine Kinder den Internetzugang sperren, weil sie zu viel Zeit in den sozialen Medien verbringen. Zufällig hat er aber ein ganzes naheliegendes Dorf vom Internet abgeschaltet. Dafür drohen ihm nun bis zu sechs Monate Gefängnis und eine hohe Geldstrafe, berichten lokale Medien.
Seine Kinder hatten demnach nachts lieber am Handy gesurft, statt zu schlafen. Deswegen sah sich ihr Vater zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Um den Internetzugriff in seinem Haus zwischen Mitternacht und drei Uhr morgens zu deaktivieren, kaufte er einen Jammer. Ohne sein Wissen blockierte das Störgerät jedoch nicht nur die Internetnutzung in seinem Haus, sondern im gesamten Dorf Messanges im Südwesten Frankreichs mit etwa 1000 Einwohnern.
Als mehrere Menschen dort Internetausfälle meldeten, leiteten die Dienstanbieter eine Untersuchung ein. Dazu wurde auch die für die Überwachung und Verwaltung von Funkfrequenzen zuständige Behörde ANFR eingeschaltet, die dann auf den Vater kam.
Da derartige Störsender in Frankreich illegal seien, werde der Mann nun angeklagt und müsse mit bis zu sechs Monaten Gefängnis rechnen. Ihm drohe außerdem eine Geldstrafe von 30.000 Euro sowie eine Gebühr von 450 Euro für die Ermittlungen der ANFR, hieß es.
Fernbedienung (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.08.2021
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