Ukraine-Konflikt: Estland liefert Waffen an die Ukraine

© SNA / Stringer / Zur BilddatenbankUkrainische Staatsflagge über dem Haus der Werchowna Rada
Ukrainische Staatsflagge über dem Haus der Werchowna Rada  - SNA, 1920, 19.02.2022
Inmitten des Ukraine-Konflikts hat nun auch Estland Waffen an die Ukraine geliefert. Die Sicherheitslage an der ukrainischen Grenze erfordere laut estnischem Verteidigungsministerium „umfassende praktische Hilfe“.
Das Verteidigungsministerium des Landes veröffentlichte am Freitag eine Pressemitteilung. Demnach seien Javelin-Panzerabwehrraketen in Kiew angekommen.

„Die Sicherheitslage an der ukrainischen Grenze erfordert heute umfassende praktische Hilfe; Worte allein reichen eindeutig nicht mehr aus. Waffenhilfe in Form von Javelin-Raketensystemen hat die Ukrainer erreicht“, so der estnische Verteidigungsminister Kalle Laanet.

Da die Waffen ursprünglich aus den USA stammen, benötigte die Regierung Estlands die Zustimmung des Landes. Die Lieferung diene der Unterstützung der „Verteidigung“ der Ukraine.

„Dies ist ein kleiner Schritt Estlands zur Unterstützung der Ukraine, aber es ist ein echter und greifbarer Beitrag, um sich gegen eine russische Aggression zu verteidigen“, erklärte der Chef der estnischen Armee.

„Wir sehen – wir sind nicht allein“, so der ukrainische Verteidigungsminister Alexej Resnikow.
Der ukrainische Verteidigungsminister dankte Estland auf Twitter. Das Land schätze die Unterstützung von seinen „Freunden, Nachbarn und Partnern“.
Ukrainische Staatsflagge über dem Haus der Werchowna Rada  - SNA, 1920, 19.02.2022
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Ukraine-Konflikt und Waffenlieferungen

Zuvor kündigte Estland zusammen mit Lettland und Litauen eine Lieferung der in den USA hergestellten Waffensysteme an Kiew an. Ferner plant die estnische Regierung, neun Haubitzen aus DDR-Altbeständen an das osteuropäische Land weiterzugeben. Die deutsche Bundesregierung berät seit Wochen über eine mögliche Zulassung der Weitergabe von Waffen deutscher Herkunft an die Ukraine.
Mehrere Staaten praktizieren zurzeit Waffenlieferungen an die Ukraine, beispielsweise Kanada, Großbritannien, die USA und Polen.
Angesichts der eingeleiteten Massenevakuierung der Donezker und Lugansker Volksrepubliken erklärten sich mehrere russische Regionen am Freitag zur Aufnahme von Evakuierten bereit.
Vertreter der Volksrepubliken hatten am Donnerstagmorgen mitgeteilt, dass die Streitkräfte der Ukraine das Feuer gegen ihre Stellungen eröffnet hätten. Der ukrainische Verteidigungsminister Alexej Resnikow behauptete, dass Kiew keine Gewaltaktionen und keine Militäroperationen plane. Die Außenministerien Deutschlands und Frankreichs verurteilten den Einsatz schwerer Waffen entlang der Kontaktlinie im Donbass.
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