Volksrepublik Donezk meldet drei Sabotageversuche durch Ukraine

© SNA / Sergej Awerin / Zur BilddatenbankEduard Bassurin, stellvertretender Befehlshaber des operativen Kommandos der Volksrepublik Donezk (Archiv)
Eduard Bassurin, stellvertretender Befehlshaber des operativen Kommandos der Volksrepublik Donezk (Archiv) - SNA, 1920, 18.02.2022
Die ukrainische Seite hat am Freitag nach Worten eines Vertreters der selbsternannten Volksrepublik Donezk drei Sabotageversuche unternommen. Betroffen worden seien die Siedlungen Jelenowka und Gorlowka, sagte Eduard Bassurin, stellvertretender Befehlshaber des operativen Kommandos von Donezk, dem russischen TV-Sender Rossija 1.
Die auf das Territorium der Donezker Republik durchgesickerten ukrainischen Saboteure hätten geplant, in der Kläranlage im Raum von Gorlowka Chlorbehälter zu sprengen, um Menschen und Umwelt zu vergiften, hieß es.
Angaben des Ministeriums für Staatssicherheit in Donezk zufolge war zuvor ein Sabotageakt im Chemiebetrieb Stirol in Gorlowka vereitelt worden. Ein Wachmann sei dabei verletzt worden.
Gorlowka liegt direkt an der Trennlinie zwischen der Kiewer Armee und der Volkswehr, 40 Kilometer nördlich von Donezk.

Ukrainische Armee setzt schwere Waffen gegen Zivilisten ein

Bassurin sagte ferner, dass die ukrainische Armee allein am Freitag etwa 200 Geschosse und Minen auf das Territorium der Republik abgefeuert habe. Die ukrainische Seite habe auch Granatwerfer und Handfeuerwaffen eingesetzt, hieß es.
Der Chef der selbsternannten Volksrepublik Lugansk, Leonid Passetschnik, hatte die Bewohner am Freitag aufgerufen, sich auf das Territorium Russlands in Sicherheit zu bringen. Er ordnete die Ortsbehörden und die Sicherheitskräfte an, den Bewohnern dabei jede Hilfe zu erweisen.

Evakuierung der Bevölkerung nach Russland

Der Donezker Republikchef Denis Puschilin teilte mit, dass die Behörden angesichts der akuten Gefahr einer Invasion der ukrainischen Armee eine Massenevakuierung der Bevölkerung nach Russland organisierten.
An der Trennlinie, Donbass, 3.02.2022 - SNA, 1920, 18.02.2022
Ukrainische Streitkräfte planen Durchbruch in Lugansk – Chef der selbsterklärten Volksrepublik

Befiehlt Selenski Einmarsch nach Donbass?

Kiew hat nach diversen Schätzungen bis zu 130.000 Mann an der Trennlinie konzentriert. Die Behörden in Donezk und Lugansk schließen nicht aus, dass der ukrainische Präsident und Oberbefehlshaber Wladimir Selenski demnächst einen massiven Einmarsch seiner Truppen in die von der Volkswehr kontrollierten Gebiete anordnen werde.
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