Moskau gab USA klares Signal über seinen Nichtangriff auf Ukraine – Sprecherin des Außenamtes

© SNA / Ekaterina Tschesnakowa / Zur BilddatenbankMaria Sacharowa (Archivbild)
Maria Sacharowa (Archivbild) - SNA, 1920, 18.02.2022
In der Antwort der russischen Seite auf das US-Schreiben im Rahmen des Dialoges über Sicherheitsgarantien hat Moskau laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zacharowa, deutlich gemacht, dass Russland die Ukraine nicht angreift und dies auch nicht beabsichtigt.
„Auf der ersten Seite des Dokuments heißt es: ‚Ukraine‘ und dann ‚Russland hatte und hat keine Absichten, aggressive Aktionen, einen Angriff auf die Ukraine durchzuführen‘“, sagte die Sprecherin am Freitag gegenüber einem russischen Fernsehsender.
Die Situation im Donbass nannte Sacharowa dabei einen Völkermord seitens Kiews. Westliche Partner bezweifeln ihr zufolge allerdings, dass die Situation dort dem Völkermord ähnelt.
„Nein, sie ähnelt tatsächlich nicht dem Völkermord, denn sie ist echter Völkermord. Vielleicht nicht quantitativ wie in Afrika, aber Verzeihung, sollen wir quantitative Parameter verwenden, wenn Kinder, Frauen, Zivilisten seit sieben Jahren sterben, wenn die Menschen nicht wissen, was friedliches Leben überhaupt ist, wenn für sie das Geräusch eines fallenden Geschosses etwas vollkommen Normales ist?“, erklärte sie ferner.
Anatoli Antonow besucht die russische Staatsduma (Archivbild) - SNA, 1920, 18.02.2022
Leugnung des Völkermordes an Russen im Donbass: Russischer Botschafter wirft USA Zynismus vor

Westen spricht von Kriegsabsichten

Die US-Regierung und die von ihr geführte Nato werfen Russland seit Monaten vor, einen Überfall auf die Ukraine vorzubereiten. Tatsächlich finden Truppenbewegungen im Rahmen von Manövern statt, damit verletze Russland aber keine Vereinbarungen, wie das Außenministerium mitteilt. Anders die Regierung in Kiew, die nach russischen Angaben sich weigere, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen.
Gleichzeitig werfen westliche Staats- und Regierungschefs Russland Kriegsabsichten vor – ein Vorwand für die Entsendung zusätzlicher Truppen in den Osten und die Aufrüstung der Ukraine, erklärte das russische Außenministerium. Dieses westliche Verhalten führe nur dazu, dass Kiew sich ermutigt fühle, die innerukrainische Krise mit gewaltsamen Mitteln lösen zu wollen.
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