Nach Massenevakuierung aus Donbass: Mehrere russische Regionen wollen Evakuierte aufnehmen

© SNA / Sergej Baturin / Zur BilddatenbankKinder, die aus Donezk evakuiert wurden
Kinder, die aus Donezk evakuiert wurden - SNA, 1920, 18.02.2022
Nach der Ankündigung des Beginns der Massenevakuierung der Bürger der selbsternannten Donbass-Republiken Donezk und Lugansk wegen der Lageverschärfung an der Kontaktlinie zur Ukraine haben am Freitag mehrere russische Regionen ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Evakuierten geäußert.
Bereits am Abend sind die ersten Busse mit den Hilfesuchenden in Russland eingetroffen.
„Die Region Murmansk ist sicherlich bereit, jeden Einwohner von Donezk und Lugansk aufzunehmen und zu unterstützen, sollten sie sich entscheiden, in den russischen Norden zu ziehen. Dank des Wirtschaftswachstums und neuer Investoren, die Arbeitsplätze schaffen, werden sie in der Lage sein, einen Arbeitsplatz zu bekommen und sich in der Arktis weiterzuentwickeln“, sagte der Gouverneur Andrej Tschibis.
Die Kaluga-Region ist laut dem Sprecher des Ministeriums für Innenpolitik und Massenkommunikation auch bereit, sich um Ankömmlinge aus den selbsternannten Donbass-Republiken zu kümmern.
Auch die Region Pensa sei mit dabei, sagte der Gouverneur Oleg Melnitschenko. Die Evakuierten würden mit allem versorgt. Sie würden in Einrichtungen des Sozialschutzsystems, in Sanatorien und Erholungsheimen untergebracht, heißt es in einer Mitteilung.
„Sollte es nötig sein, werden wir sie auf jeden Fall akzeptieren und die beste Fürsorge, die wir können, leisten“, sagte der Pressedienst des Gouverneurs der Republik Mari El.
Die Region Rostow sei ebenfalls für die Aufnahme bereit. Drei Kinderlager würden bis zu 1.500 Evakuierte aufnehmen, sagte ein Mitarbeiter der Bezirksverwaltung. Die ersten Evakuierten sollen bereits noch an diesem Freitag in Rostow ankommen.

Massenevakuierungen im Donbass

Angesichts eines verstärkten Beschusses der Donbass-Region durch ukrainische Streitkräfte evakuieren die selbsternannten Republiken Lugansk und Donezk ab Freitag ihre Bevölkerung nach Russland. Am heutigen Freitag wurde die Donezker Republik nach eigenen Angaben 30-mal beschossen. Die Republiken sprechen auch von Provokationen seitens der Ukraine.
In diesem Zusammenhang hat der russische Präsident Wladimir Putin bereits Hilfsgelder für deren Flüchtlinge angeordnet. Jeder Ankömmling aus dem Donbass soll nun ein Hilfsgeld in Höhe von 10.000 Rubeln (etwa 115 Euro) bekommen.
Das ukrainische Außenministerium bestritt die Vorwürfe und gab an, keine Offensive oder Provokationen geplant oder durchgeführt zu haben.
US-State Department in Washington (Archiv) - SNA, 1920, 18.02.2022
USA: Evakuierung der Donbass-Bevölkerung als Vorwand für russische „Invasion“ der Ukraine
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