Kiew bittet Berlin und Paris um Entsendung ihrer Vertreter in die OSZE-Mission im Donbass

© SNA / Sergej Awerin / Zur BilddatenbankVertreter der OSZE-Mission im Donbass
Vertreter der OSZE-Mission im Donbass  - SNA, 1920, 18.02.2022
Die Ukraine bittet Deutschland und Frankreich um die Entsendung ihrer Vertreter in die Beobachtungsmission der OSZE in der Konfliktregion Donbass und hofft auf ein Treffen der trilateralen Kontaktgruppe am Samstag, erklärte die Vize-Premierministerin des Landes, Irina Wereschtschuk, am Freitag.
„Wir hoffen, dass morgen ein solches Treffen (der trilateralen Kontakgruppe – Anm. d. Red.) stattfindet. Wir sind auf Arbeit, auf Dialog eingestellt”, sagte Wereschtschuk angesichts der Lage im Donbass.
Kiew sei zu allem bereit, damit die Waffenruhe wieder stehe und die Zivilbevölkerung nicht leide, fügte sie hinzu.
Außerdem bat die Politikerin Deutschland und Frankreich um eine unabhängige Einschätzung der Lage im Donbass:
„Wir bitten Deutschland und Frankreich, ihre Vertreter für die Beobachtungsmission der OSZE so schnell wie möglich bereitzustellen, welche die Situation unabhängig beurteilen werden. Wir sind bereit und erlauben der OSZE-Mission Zugang zu allen Orten, die nur benötigt werden.”
Zugleich empfinde die Ukraine die Eskalation der Lage im Donbass als einen Versuch, Kiew zu einigen Zugeständnissen zu zwingen, sagte Wereschtschuk. Doneyzk und Lugansk „heizen die Lage an”, meinte sie.
Früher am Freitag hatten die Chefs der selbsternannten Republiken Lugansk und Donezk eine Massenevakuierung ihrer Bevölkerung nach Russland angekündigt. Grund dafür sei die Gefahr einer ukrainischen Offensive. Seit Tagen melden die Republiken mehr Angriffe seitens ukrainischer Streitkräfte sowie Versuche von Provokationen.
Evakuierung von Donbass-Bewohnern nach Russland - SNA, 1920, 18.02.2022
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Westliche Staaten werfen in den letzten Monaten Russland vor, eine Eskalation oder gar einen Angriff auf die Ukraine vorzubereiten, und liefern unter diesem Vorwand Waffen an Kiew, die unter anderem auch im Donbass eingesetzt werden. In den letzten Tagen meldeten die Behörden von Lugansk und Donezk, dass die Ukraine bei ihrem Beschuss des Donbass schwere Munition einsetze.
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