EU will mindestens 27 weitere Russen auf Liste von Sanktionen setzen – Medienbericht

© SNA / Aleksey Vitvitsky / Zur BilddatenbankEU-Gipfel in Brüssel
EU-Gipfel in Brüssel  - SNA, 1920, 18.02.2022
Angesichts des angeblich bevorstehenden Angriffs Russlands auf die Ukraine erwägen die EU-Mitgliedstaaten, mindestens 27 weitere russische Bürger auf ihre Liste von Sanktionen zu setzen. Darüber berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf informierte Quellen am Freitag.
Der Vorstoß zum Ausbau von Sanktionen im Falle einer Eskalation der Ukraine-Krise kommt laut der Zeitung aus dem diplomatischen Dienst der EU. Polen und andere gleichgesinnte Länder hingegen wollen die Schwarze Liste um 55 weitere russische Staatsbürger erweitern. Die ursprüngliche Liste könnte je nach der Schwere des Angriffs verlängert werden, so die Quellen.
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Der Zeitung zufolge war die Diskussion der Staats- und Regierungschefs der EU darüber, welche Art von Aggression gegen die Ukraine Sanktionen auslösen würde, bei ihrem gestrigen Treffen in Brüssel „kurz und vage genug“, um Meinungsverschiedenheiten darüber zu vermeiden. Dazu trug laut „Financial Times“ nicht zuletzt die Abwesenheit des ungarischen Premiers, Viktor Orban, bei.
„Eine Idee, die geäußert wurde, ist, dass die Europäische Kommission Wege finden sollte, um die am stärksten betroffenen Mitgliedstaaten für die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen und Russlands wahrscheinliche Strafmaßnahmen zu entschädigen“, lautet der Artikel.
Seit Wochen beraten sich die EU-Länder über weitere Sanktionen gegen Russland, vor dem Hintergrund von Medienberichten über eine angebliche Invasion Russlands in die Ukraine. Als mögliche Optionen gelten Umtauschsperren für den russischen Rubel, Handelsbeschränkungen mit dem Westen und Verweigerung des Zugangs zu Schlüsseltechnologien. Die Herausforderung besteht Medien zufolge darin, dass jedes Land bei der Erarbeitung des Sanktionenpakets gegen Russland seine eigene Wirtschaft vor potenziell erheblichen Nebenwirkungen schützen will.
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